Unterallgäu
Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht

Wie kann jeder einzelne Unterallgäuer seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Wie kann sich der Landkreis einbringen? Was können die Unternehmen tun? Und wo steht das Unterallgäu im Moment?

Diese Fragen soll ein Klimaschutzkonzept beantworten, das der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt einstimmig auf den Weg gebracht hat. Ziel des neuen Konzepts ist es, Kommunen, Unternehmen und Bürger dazu zu motivieren, den eigenen Energieverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern. Wichtiger Teil des Konzepts ist eine landkreisweite Energie- und CO2-Bilanz. Diese soll laut Dr. Thorsten Böhm vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) die Stärken und Schwächen des Landkreises aufzeigen. Entstehen soll daraus in einem nächsten Schritt ein energiepolitisches Leitbild, in dem konkrete Aussagen darüber ge-troffen werden, welche Ziele der Landkreis beispielsweise in Sachen CO2-Emissionen bis zu welchem Zeitpunkt erreichen möchte. Teil des Konzeptes ist daneben auch die Bildung eines Energieteams als «Motor und Entwicklungszentrale» zur Umsetzung der Maßnahmen, wie Böhm dem Umweltausschuss erläuterte.

Das Projekt wird mit 70 Prozent vom Bundesumweltministerium gefördert. Der Landkreis wird bis zu 18000 Euro in das Konzept investieren. Unter dem Dach des Landkreises können sich auch alle Unterallgäuer Gemeinden den Zuschuss für ein kommunales Klimaschutzkonzept sichern. Mindelheim, Bad Wörishofen, Babenhausen, Bad Grönenbach und Ottobeuren hätten sich bereits dazu entschlossen.

«Wir haben als Landkreis eine wichtige Vorbildfunktion», betonte Landrat Hans-Joachim Weirather im Ausschuss. Er hoffe daher, dass weitere Gemeinden «dieses Zeichen für künftige Generationen setzen und sich den Klimaschutz auf die Fahnen schreiben».

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich der Landkreis Unterallgäu für den Klimaschutz. So wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Kreisgebäude energetisch saniert, werden inzwischen CO2-neutral mit Hackschnitzelheizungen beheizt oder sind an das Fernwärmenetz des Biomasseheizwerks Mindelheim angeschlossen, wie Kreiskämmerer Michael Sturm ausführte.

Kommunales Energiemanagement

Hinzu komme ein kommunales Energiemanagement, durch das die Energieeffizienz der landkreiseigenen Liegenschaften verbessert werden soll und die Nutzer und Gebäudeverantwortlichen in energiesparendem Verhalten geschult werden.

Darüber hinaus hätten sich die betroffenen Zweckverbände dazu entschieden, die Erweiterungen des Rupert-Neß-Gymnasiums Ottobeuren sowie der Realschule Babenhausen im Passivhaus-Standard auszuführen, so Sturm.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019