Hildegardplatz
Klare Aussage von CSU-Ortsverbandsvorsitzenden zur Tiefgarage am Hildegardplatz

Warum braucht es eine Tiefgarage am Hildegardplatz? Kann sich Kempten das leisten? Wie sieht die Gestaltung aus? Viele Fragen gab es bei einer Veranstaltung dreier CSU-Ortsverbände in Lenzfried zum Thema Hildegardplatz, bei der die AZ dabei war. Für die Gastgeber, die Vorsitzenden der CSU Sankt Mang, Nord, Lenzfried/Leubas sowie das Aktionsbündnis Pro Tiefgarage indes ist klar: Eine Tiefgarage stärke den Norden der Stadt (so CSU-Stadtrat Thomas Kiechle) und sei eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte. Eingeladen war auch Kemptens Baureferentin Monika Beltinger. Sie erläuterte das Konzept der Umgestaltung, das vom Stadtrat beschlossen wurde (siehe Info). Hauptaugenmerk habe man bei der Planung darauf gelegt, 'den Platz wie eine Bühne zu gestalten, der die Basilika inszeniere'. Beim Bürgerentscheid gehe es nicht um die Gestaltung, sondern um die Zahl der Parkplätze ob mit oder ohne Tiefgarage. Dazu kamen Fragen, die viele in der Bevölkerung zurzeit beschäftigen:

4,4 Millionen Euro für die Tiefgarage – kann das die Stadt stemmen? Sie kann, hieß es seitens Baureferentin, CSU-Stadträte und Aktionsbündnis. Von 4,4 Millionen 'kalkulierbaren Kosten' würden 2,8 Millionen durch die Stellplatzablöse bezahlt. Blieben noch 1,6 Millionen, die im Haushalt eingeplant seien. Die Verwendung der Stellplatzablöse für dieses Projekt sei legitim, schließlich hätten die Einzahler (Geschäfte, Wirte, Dienstleister) ein Anrecht auf Parkraum. Überhaupt, so CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier vom Aktionsbündnis: 1,6 Millionen für die Tiefgarage seien so viel Geld wie für die Erasmuskapelle. Die sei wünschenswert gewesen, die Tiefgarage sei nötig, wenn das Leben im Norden gestärkt werden soll.

Aber warum eine Tiefgarage, wenn doch die Königsplatz-Tiefgarage nicht ausgelastet ist? Gerade die ungenutzten Parkplätze am Königsplatz, hieß es, zeigten: Die Leute wollten möglichst vor Ort parken. Die Tiefgarage Königsplatz sei vom Hildegardplatz gleich weit entfernt wie von Big Box und Forum Allgäu. Dennoch würden die Leute nach Süden zum Parken fahren, weil dort die Hauptparkflächen seien. Im Norden existiere nur ein Bruchteil der Flächen, deshalb brauche es dort mehr Parkplätze, eben weil die Menschen möglichst wenig laufen wollten.

Das betreffe im Norden vor allem die circa 46000 Besucher im Jahr bei rund 200 Veranstaltungen im Kornhaus sowie andere Einrichtungen (Sing und Musik, Museen, Haus Hochland). Dazu kämen die Gastronomie-Gäste und die Kirchgänger. Letztere würden sicher zunehmen, schließlich, so Hagenmaier, sei in Sachen der angedachten Filialkirchen-Schließungen das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Kann man in der Tiefgarage Dauerparkplätze mieten?

Das sei nicht vorgesehen, so Beltinger. Die Tiefgarage soll der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Ist der Betreiber schon sicher?

Dazu gibt es laut Beltinger noch keinen Beschluss. Aber eine politische Aussage, so CSU-Stadtratsfraktionschef Hagenmaier, könne das Aktionsbündnis (CSU und Freie Wähler) machen: Beide stellten die Mehrheit im Rat und ihnen schwebe die städtische Tochter Sozialbau als Betreiber vor. FW und CSU stünden im Wort, zu beschließen, dass Kirchgänger sonntags zwei Stunden kostenlos parken können.

Kann man noch mehr Parkplätze am Kirchberg schaffen?

Das ist laut Beltinger nicht gewollt, die Unterirdischen reichen.

Ist die Basilika gefährdet?

'Nein, es wird keine Schäden an der Basilika geben', erklärt Gutachter Prof. Dr. Karl Schütz, der seit Jahren Risse an der Basilika untersucht und Messungen macht. Durch die Tiefgarage werde die umliegende Bebauung nicht beschädigt.

Ist mit Altlasten zu rechnen?

Das sei fast ausgeschlossen. Man gehe nicht davon aus, dass hier Altlasten abgelagert wurden.

Eine Informationsveranstaltung des Aktionsbündnis Pro Tiefgarage gibt es am 24. März, 19.30 Uhr im Kornhaus.

<u><strong>Bei uns können Sie schon jetzt online über die Tiefgarage abstimmen.</strong></u>

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