Kempten
Klangerlebnis besonderer Art

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Viele musikalische Schmankerl kredenzten Chordirektor David Wiesner und Musiker bei der Haydn-Händel-Nacht in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Anton in Kempten. Zu Beginn des vielseitigen und abwechslungsreichen Programms erklang Josef Haydns prachtvolle Schöpfungsmesse, die zu seinen bedeutendsten Werken gezählt wird. Orchester und Chor von St. Anton sowie Solisten gestalteten das teils lyrische, teils imposante Kirchenmusikwerk ausdrucksstark und homogen. Ein Wermutstropfen war, dass das Orchester im Kyrie übermächtig musizierte und so dem Chor die Gestaltungsmöglichkeit verwehrte. Umso dezenter begleiteten die Musiker das Solistenquartett, das mit dem Chor «Benedictus» und «Agnus Dei» zu Glanzpunkten der Orchestermesse werden ließ.

Hohe Gesangskunst

Seine Vielseitigkeit bewies der Kirchenchor St. Anton nicht nur dabei, sondern auch in Haydns «Te Deum». Mit Martina Dorn (Sopran), Hedwig Schöner (Alt), Markus Georg Herzog (Tenor) und Jens Hamann (Bariton) traten Solisten auf, die mit hoher Gesangskunst die Musiknacht zu einem besonderen Klangerlebnis machten.

Mit Leichtigkeit in den Stimmen sangen Martina Dorn und Hedwig schöne Arien und ein Duett von Georg Friedrich Händel im Klosterhof. Markus Georg Herzog brillierte mit einer Arie aus Haydns «Schöpfung». Den Glanzpunkt setze Jens Wagner mit zwei Soli aus den Oratorien «Jahreszeiten» und «Schöpfung».

Ein weiterer Höhepunkt war Haydns Hornkonzert Nr. 1 in D-Dur, das der Solohornist Philipp Römer mit bewegender Feinfühligkeit und spielerischer Perfektion gestaltete. Unter der Leitung von Konzertmeister Andreas Hartmann vom MDR-Sinfonieorchester Leipzig begleitete ihn das Orchester überaus einfühlsam. Andreas Hartmann, Christiane Seefried (Violine), Johannes Kühn (Viola) und Heike Koch (Violoncello) verwöhnten die Zuhörer mit einer harmonischen und hervorragenden Interpretation von Haydns «Kaiserquartett» in der Kirche.

Den krönenden Abschluss der Haydn-Händel-Nacht vollzog das optimal besetzte Orchester mit Händels «Feuerwerksmusik». Unter David Wiesners präziser Stabführung begeisterten die Musiker durch Elan, Spielfreude, Präzision und geschlossener Orchesterleistung.

Neben den musikalischen Leckerbissen wurden die Besucher auch mit kulinarischen Leckereien verwöhnt. Dabei sorgen am Buffet Frauen und Männer in historischen Kostümen aus dem Atelier Nico Blaser für modische Farbtupfer. Wiederholt tosenden Beifall spendete die große Zuhörerschar für diese traumhaft-schöne Haydn-Händel-Nacht.

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