Ostallgäu
Klangbad im leeren Hallenbad

Es geht los. Heute Abend ab 18 Uhr richtet sich in Marktoberdorf das Basislager der Kulturexpedition Ostallgäu 2009 ein. Morgen begeben sich zahlreiche Kulturforscher auf die Ostroute, die vom Norden des Landkreises über Berg und Tal bis tief in den Süden ans Wasser führt. Am Sonntag startet die zweite Etappe, die Ostroute, die ebenfalls in Füssen endet - statt am Forggensee am Lech, in den Kunsthallen, wo als krönender Abschluss dieser Kulturexpedition der Jugendkulturpreis 2009 vergeben wird.

Basislager, Ostroute, Westroute? Und das alles in Sachen Kultur? Für den, der das Spektakel 2007 nicht erlebte, tun sich mit diesen Begriffen «böhmische Dörfer» auf. Dabei ist alles ganz einfach: Rund 1000 Mitwirkende aus allen Bereichen der Kultur im Landkreis bieten an drei Tagen über 100 Veranstaltungen, die diesen Kulturreichtum dokumentieren. Traditionelles und Klassisches ist ebenso vorhanden wie Modernes und Extravagantes. Nicht umsonst heißt das Motto «traditionell - grenzwertig».

Wer alle Veranstaltungen einzeln besuchen will, kommt wahrscheinlich schnell an seine Grenzen.

Man kann natürlich jede einzelne Station (siehe Grafik) separat besuchen und anschließend auch noch die Tour durch die offenen Ateliers machen, die sich mit Ausnahme dessen von Peter Jente in den Kunsthallen am Lech weiter im Norden des Landkreises befinden. Man kann das fußläufige aber auch auf das Basislager beschränken, das heute von 18 bis 24 Uhr in Marktoberdorf Kultur satt bietet.

Für die Ost- und die Westroute bietet das Kulturbüro Ostallgäu am Samstag und Sonntag Expeditionsbusse an. Einfach anmelden, einsteigen, mitfahren und sich führen lassen - von Liedermacher Hubert Endhardt und Filmemacher Leo Hiemer (siehe Infoblock). Wer sich allerdings mehr Zeit nehmen, einzelne Punkte herauspicken und vertiefen möchte, sollte auf eigene Faust auf Expeditionstour gehen

Musik aus dem Becken

zum Beispiel nach Lechbruck, wo exemplarisch für das Motto am Samstag um 14.30 Uhr (Änderung gegenüber dem Programmheft) ein «Klangbad» mit Unterwassertanzmusik im Hallenbad auf dem Programm steht. Das Jugendblasorchester Marktoberdorf spielt im leeren Becken des geschlossenen Hallenbads, die Zuhörer stehen am Beckenrand. Dann wird getauscht - gespielt wird drin, gehört drum herum. Ein geschlossenes Hallenbad ohne Wasser als Kulturort ist allein schon grenzwertig. Wenn dazu noch traditionelle Musik erklingt und moderner Tanz geboten wird, dann steigert sich das ins unerforschte Extreme, das es bei der Kulturexpedition Ostallgäu zu erforschen gilt.

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