Kläranlage als Großaufgabe

Roßhaupten | pas | Nachdem die Trinkwasserversorgung einschließlich einer Reserve von 1300 Kubikmetern im gerade in Betrieb genommenen, erweiterten Hochbehälter 'Auf der Leiten' sichergestellt ist, geht die Gemeinde Roßhaupten die Kläranlage als nächste Großaufgabe an. Sie entspricht in einem Punkt nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen, die in den vergangenen Jahren erheblich verschärft worden sind. Fachleute der SAG (Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur GmbH) arbeiteten nach den Beschlüssen des Gemeinderats einen Planentwurf für die Sanierung der bestehenden Anlage aus. Der Gemeinderat stimmte den Plänen und Erläuterungen der Fachleute geschlossen zu. Jetzt können die einzelnen Arbeitsgebiete zur Sanierung für Firmen ausgeschrieben werden.

Nur wenig Gelände muss dazugekauft werden

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Kläranlage werden auf 2,2 Millionen Euro geschätzt. Dabei sind die neuesten Klärverfahren und Sicherheitsbestimmungen mit entsprechenden Reserven berücksichtigt. Viel Geld wird eingespart, weil nur ein geringer Gelände-Neuerwerb notwendig ist. Außerdem können große Teile der bisherigen Anlage übernommen oder umgenutzt werden. Ein großer Vorteil: Denn es wird so nicht notwendig, die Kläranlage still zu legen, versicherten die Fachleute.

Rechen entspricht nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen

Die einzelnen Arbeitsgänge stellten die SAG-Ingenieure vor, beginnend mit dem Einbau einer neuen Anlage für den Rechen, der die neuen Sicherheitsforderungen nicht mehr erfüllt. Der durch neue Verfahren überflüssige Tropfspeicher wird umgenutzt als Sammellager für Klärschlamm. Denn die wesentlich größere Reinigungsfähigkeit der neuen Rechenanlage wird zu mehr Schlammresten führen. Eine zweimalige Pressung statt der bisher einmal jährlichen wird notwendig. Das Sammellager im alten Tropfbehälter lässt jedoch großen zeitlichen Spielraum für die Termine der beiden Pressungen zu.

Die Leistung der Kläranlage ist nach der Einwohnerzahl und einer Auswertung der Betriebsbücher ausgerichtet. Zu einer Leistung plus Sicherheitszuschlag von 46 Liter Abwasser pro Sekunde ist die Anlage fähig. Ein Spitzenwert, der nur einmal innerhalb der letzten drei Jahre gemessen worden ist. Für plötzliche Unwetter mit starken Niederschlägen werden außerdem weitere Pufferspeicher im Rahmen des Hochwasserschutzes eingerichtet. Auf rund 8000 Bürger könne die Gemeinde anwachsen, dann reiche die diese Anlage bei üblicher Belastung weiterhin, meinten die Fachleute.

Größere Reinigungsbecken stellen sicher, dass der Schlamm geruchsfrei bei der Bearbeitung und Lagerung bleibe. Eine Grundstückserweiterung werde jedoch notwendig, um den Spezial-Lkw ausreichende Wendemöglichkeiten innerhalb der Anlage zu ermöglichen.

Betriebskosten steigen - wie hoch, ist noch nicht abzusehen

Eine Antwort auf die genauen Betriebskosten der neuen Anlage musste hinausgeschoben werden. Diese hänge ab von der Vergabe der Arbeitsgänge und von den eingebauten Geräten, informierten die Ingenieure. Insgesamt werden die Betriebskosten für die leistungsfähigeren Geräte jedoch sicher ansteigen, sagen sie vorher.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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