Konzert
Klänge für die Seele

Zu ihren Fans gehören der Dalai Lama und die Rock-Ikone Cher. Fast eine Million verkaufter Alben machten sie zu Stars der spirituellen Weltmusik: Deva Premal und Miten. Abgelegen von den Konzerthallen der Weltstädte beendeten die New-Age-Musiker nun ihre Europa-Tournee ausgerechnet in Kimratshofen. Dort, in der brechend vollen Event-Bühne, bot das Duo zusammen mit dem nepalesischen Flötisten Manose ein Top-Konzert in Club-Atmosphäre.

Glücklich schätzen konnte sich, wer eine der 110 Eintrittskarten ergattert hatte. Schon bevor die Musiker offiziell angekündigt wurden, fanden die Tickets reißenden Absatz. Laut Veranstalter gingen rund hundert Interessenten leer aus.

Zu verdanken ist das Konzert-Häppchen dem Kimratshofener Rolf Birmelin. Den Managementberater und Chef der Event-Bühne verbindet seit 17 Jahren eine Freundschaft mit Premal und Miten. Kennengelernt haben sie sich in der Toskana. Das letzte Mal traf Birmelin die Zwei, als sie beim Besuch des Dalai Lama in München spielten. Jetzt waren die Stars bei ihm privat untergebracht und hielten sich einige Tage im Allgäu auf.

Bis aus Nürnberg, Freiburg und Wiesbaden waren die Fans angereist, um Premal und Miten live zu erleben. Die Künstler genossen die persönliche Atmosphäre sichtlich. Mit engelsgleicher Stimme versteht es Premal, hinduistische Mantras atmosphärisch zu interpretieren.

Schon als Kind wurde die gebürtige Nürnbergerin von Mantras (eine Art musikalisches Gebet) sowie östlicher Spiritualität geprägt. Ihren Lebenspartner, den britischen Sänger und Gitarristen Miten, lernte sie 1990 im indischen Ashram kennen. Seit 1991 gibt das Duo Konzerte in den USA, Japan, Europa, Asien, Kanada oder Australien. Im vergangenen Jahr enstand eine Benefiz-CD mit Mantras und Obertongesängen tibetanischer Mönche.

«Enjoy us», ermunterte Miten von der Bühne unterm Dachgebälk aus das Publikum. Begleitet von Gitarren- und Flötenklängen versuchten sich die Fans im Mantra-Gesang. «Om» ist für Deva Premal dabei «der Klang der Klänge, der Klang des Universums.» Solche melodiösen Gebete, am Besten 108-mal wiederholt, seien eine Formel, «die uns helfen kann, eine bestimmte Energie ins Gleichgewicht zu bringen.» Klangmedizin sozusagen. Mantrasingen könne auf vielen Ebenen heilsam sein, denn der Sanskrit (Sprache der klassischen hinduistischen Kultur) basiere auf Energie.

In ihren Eigenkompositionen sangen die Musiker von spiritueller Liebe («Love is an Ocean»), zweiten Chancen («This is your second Chance») oder davon, wie der Himmel die Erde berührt («Fly, fly so high, let the earth touch the sky»). Untypisch waren rockige Blues-Nummern, die im Publikum bestens ankamen. Auf Wunsch der Musiker klang das Freundschaftskonzert in berührender Stille aus. Danach genoss so mancher Zuhörer die innige Umarmung mit den New-Age-Weltstars. (cis)

 

Deva Premal, Manose und Miten (von links) in Kimratshofen. .Foto: Schramm

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