Statik
Kirche in Martinszell muss aufwendig saniert werden

«Eigentlich wollten wir nur den Kirchturm neu streichen,» sagt Pfarrer Folkmar Specker aus Martinszell. Bei der Begehung des Gotteshauses mit einem Fachmann habe dieser im Herbst aber auch das Kirchenschiff unter die Lupe genommen und erkannt, dass es bei der Dachkonstruktion mit der Statik Probleme gibt: Sparren biegen sich, Holzverbindungen sind teilweise verformt und auch Fäulnisschäden sind laut Pfarrer Specker an Holzbalken ausgemacht worden. Die Sanierung könne deshalb nicht aufgeschoben werden. Die Kostenschätzung liegt bei 350 000 Euro.

Die Diözese, so Folkmar Specker, wird sich mit 262500 Euro beteiligen (75 Prozent der Kosten), die Gemeinde gibt voraussichtlich einen Zuschuss von 175000 Euro (fünf Prozent). Der Rest bleibt der Kirchengemeinde. Nur die, so der Pfarrer, hat derzeit keine 70 000 Euro in der Kasse. Deshalb werden die Gläubigen der Pfarrgemeinde St. Martin in einem Pfarrbrief zum Spenden für die Erhaltung des Gotteshauses aufgerufen.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Kirche immer wieder instand gesetzt worden: 1984 wurde der Helm des Kirchturms erneuert, vor rund 20 Jahren die Kirche innen renoviert und später auch das Pfarrhaus saniert. «Trotz hoher Zuschüsse der bischöflichen Finanzkammer sind nun in der Gemeinde kaum noch Reserven da.

» Ein Kirchenfest mit den Vereinen im Ort soll im Sommer Geld in die Kasse spülen.

Gottesdienste sollen trotz der Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich von April bis Oktober dauern, weiterhin in der Kirche St. Martin stattfinden. Gerüste werden dann allerdings die Innenansicht trüben. Die müssen, so Specker, zur Stabilisierung des Deckengewölbes aber unbedingt angebracht werden.

Er selbst habe die Notwendigkeit einer Sanierung zunächst nicht gesehen. «Die Schäden sind für Laien nicht zu erkennen,» sagt der Priester. «Erst, als mir der Fachmann Dachbalken zeigte, die es schon aus der Halterung zieht, und durch Schwammbefall geschädigte Holzbauteile ist mir die Wichtigkeit bewusst geworden.»

Bei Sanierungen das Dach prüfen

Seit der Katastrophe von Bad Reichenhall (2006 stürzte dort das Dach der Eishalle ein) gebe es in der Diözese die Vorschrift, bei allen Sanierungen auch das Dach zu prüfen. Da muss nun auch in Martinszell intensiv nachgebessert werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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