Lindau / Westallgäu
Kirche für Jugendliche lebendig gestalten

Evangelische Jugendarbeit wollte er machen, immer schon. Zuerst als Jugendlicher im Ehrenamt, jetzt im Hauptberuf. Sebastian Hirblinger ist der neue Dekanatsjugendreferent für Lindau und das Westallgäu. «Das war mein absoluter Wunschtraum», sagt der 27-jährige Diakon, der Kirche für Jugendliche lebendig machen will und in Lindau seine erste Stelle angetreten hat.

Hirblingers Erfahrungen mit Kirche beginnen schon im Kindesalter. Da hat der junge Sebastian an Kinderzeltlagern der evangelischen Jugend teilgenommen. «Absolut prägend» seien diese Freizeiten für ihn gewesen.

Nach der Konfirmation engagierte er sich ehrenamtlich in der Konfirmandenarbeit im Dekanat Bad Tölz und arbeitete in Gremien mit. « Ich dachte, es wäre toll, daraus einen Beruf zu machen.» Doch sein Berufsweg machte zunächst einen Schlenker; er begann eine Ausbildung zum Finanzkaufmann. Abgeschlossen hat er sie nicht. Denn «es ist ein Geschäft, wo die Werte anders gesetzt sind, als ich mir das vorstelle». Weil es ihm ein Anliegen sei, pädagogische Arbeit mit geistlichen Erfahrungen zu verbinden, entschied er sich, Diakon zu werden.

Die Diaspora-Situation vor Ort - also die Tatsache, dass die Evangelischen in der Minderheit sind - ist für Hirblinger ein entscheidender Punkt. «Ich habe großes Interesse an Kleinstrukturen. Denn Jugendliche dürfen im Dorf- und Kleinstadtmilieu anders aufwachsen als in einer Großstadt.» Dem Diakon geht es dabei vor allem «um die Beziehungen und um das lebendige Miteinander - natürlich in einem kirchlichen Kontext». Es sei ihm ein Anliegen, «dass Kirche nicht entfernt von Jugendlichen stattfindet», sagt Hirblinger. Jugendliche könnten mitbestimmen, was in der Jugendarbeit geschieht, in welche Richtung sich Kirche bewegt und wo Schwerpunkte sein sollen.

Seine Aufgabe sieht er darin, die Jugendlichen zu begleiten und zu fördern, ihnen Angebote zur Verfügung zu stellen und mit ihnen gemeinsame Projekte zu machen. Er will auch ihr Anwalt sein, damit «Jugendliche ihre Ideen umsetzen können und damit sie merken, sie sind nicht machtlos, aber auch nicht überfordert.»

Wie er diese Ziele konkret ausgestalten will, kann Hirblinger noch nicht sagen. Er will die Jugendlichen erst einmal kennenlernen, Zeit für Gespräche haben und mit ihnen Ideen entwickeln, «wie wir unsere Jugendarbeit interessant und liebenswert gestalten können».

Sebastian Hirblinger hat sein Büro in den Räumen der evangelischen Jugend am Paradiesplatz 1 auf der Lindauer Insel. Er ist zu erreichen unter der Telefonnummer (08382) 297729 oder per E-Mail an sebastian.hirblinger@ej-kempten.de

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