Unterthingau
Kinderkrippe ein großer Kraftakt

Ein großer Tag für den Markt Unterthingau: Nach nur fünf Monaten Bauzeit wurde das großzügige und freundliche Gebäude der Kinderkrippe seiner Bestimmung übergeben. Von einem «großen Kraftakt in schwierigen Zeiten» sprach Landkreis-Vertreterin und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer. Neue Anforderungen und Notwendigkeiten unserer Gesellschaft seien damit als «positiver Impuls» umgesetzt worden. Bei dem Bau der Krippe handle es sich um eine Investition in Unterthingaus Zukunft, die 24 Kleinkindern bis zu drei Jahren Geborgenheit und fachliche Betreuung biete.

«Mutige Entscheidung»

Angelika Schorer dankte in ihrer Festrede Unterthingaus Bürgermeister und dem Marktrat für die «mutige Entscheidung», dieses Projekt beschlossen und erfolgreich umgesetzt zu haben. Von den Gesamtkosten mit rund 850000 Euro übernehmen Bund und Land die Fördersumme von 546000 Euro, denn Bayern lege zum Investitionsprogramm des Bundes, so Schorer, noch weitere Mittel dazu. Auch die künftigen Betriebskosten des Hauses würden mit bayerischen Finanzmitteln erheblich gefördert.

Kindergartenleiterin Susann Reiter-Röderer - die Krippe ist dem Kindergarten angeschlossen - sagte, dass die Räume «ein besonderer Ort würden, keine gewöhnliche Krippe». Denn sie sollen zu einem Ort des Vertrauens und des Experimentierens werden. «Das Team schuf dazu das Fundament mit einer liebevollen Einrichtung», freute sie sich.

Sie dankte Planern und Handwerkern für deren Verständnis gegenüber den Wünschen der Erzieherinnen. Pater Jakob Mukalel und Pfarrer Friedrich Martin segneten die Räume und erinnerten dabei an das Bibelzitat von Jesus: «Lasset die Kinder zu mir kommen».

Susanne Becher-Geyrhalter vom Kaufbeurer Büro b2-Architekten erwähnte die gute enge Zusammenarbeit zwischen Büro, Gemeinde, Personal und Handwerkern. «Das Haus ist uns ans Herz gewachsen», sagte die Planerin, «es ist hell, freundlich und fröhlich geworden». Als wichtig erachtet wurden ansprechende, bunte Farben und die Verwendung von unbehandeltem Holz, das in vielen Bereichen sichtbar ist und zum Wohlfühlen beiträgt. Die Architekten übergaben einen gebackenen, symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Schramm und Leiterin Reiter-Röderer.

«Wie bei den sieben Zwergen»

Die Lacher auf seiner Seite hatte der Unterthingauer Bürgermeister Wolfgang Schramm, als er die winzigen Stühlchen, Tische und kuscheligen Bettchen in den Räumen erwähnte: «Es ist wie im Märchen bei den sieben Zwergen». Die neue Krippe bringe noch ein Stück mehr Lebensqualität in die familienfreundliche Gemeinde, denn immer öfter wurde der Ruf nach Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder bis zu drei Jahren laut.

Wie Schramm erwähnte, ist die Krippe mit 24 Kindern gleich zum Start ausgelastet. Er ist sich sicher, dass das Vertrauen der Eltern in die Unterthingauer Krippe mit geschultem Personal gerechtfertigt sei. Die Feierstunde umrahmte ein Bläser-Quintett der Musikkapelle Unterthingau (Leitung: Johann Stöckle).

Den Tag der offenen Tür nutzten viele Menschen aus Nah und Fern zu einem Blick hinter die Kulissen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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