Finanzen
Kinderbetreuung kann Eltern in Kempten bald mehr kosten

Für Eltern kann die Betreuung ihrer Kinder in Horten oder Kinderkrippen künftig teurer werden. Denn die freien Träger dieser Einrichtungen möchten die Obergrenzen der Elternbeiträge anheben.

Bei Kindergärten und Kinderhorten lag diese Obergrenze bislang bei 94,59 Euro pro Monat bei einer täglichen Betreuung von im Schnitt acht Stunden. Bei Kinderkrippen waren es 127,97 Euro.

Künftig soll die Obergrenze für Kindergärten und -horte bei 110 Euro liegen, für Kinderkrippen bei 150 Euro. Der Jugendhilfeausschuss stimmte zu.

554.000 Euro zahlt die Stadt im Jahr an die freien Träger von Kindertagesstätten. Das ist in der freiwilligen Betriebsträgervereinbarung geregelt. Demnach erhalten die Träger von der Stadt pro Platz einen prozentualen Zuschuss. Dafür darf die Stadt in gewissen Fragen mitbestimmen.

Unter anderem eben auch bei den Elternbeiträgen. Ab September nun steht zwischen Stadt und Trägern die Verlängerung der Vereinbarung an.

Benedikt Mayer, Chef des Jugend-, Schul- und Sozialreferats, erläuterte im Ausschuss, dass sich die Träger eine erhöhte Deckelung gewünscht hätten.

Warum die Träger eine Erhöhung wollen, erläuterte Wolfgang Grieshammer, Geschäftsführer der Diakonie: << Wenn wir höhere Obergrenzen haben, können wir Defizite früher auffangen. >> Dabei betonte er, dass Kempten, was die Elternbeiträge angeht, im Vergleich zum Umkreis in einem << äußert moderaten Bereich >> liege.

Mayer sprang ihm bei: Von den 45 Einrichtungen in der Stadt verlangten bislang nur zwei den höchstmöglichen Elternbeitrag. Wenngleich man mit den aktuellen Beiträgen schon allmählich an der Obergrenze liege: Im Schnitt, so Mayer, zahlen Eltern eines Kindergartenkinds rund 90 Euro.

<< Familien ohnehin hochbelastet >>

Während Andreas Kibler sagte, dass es für bedürftige Familien ja Zuschussmöglichkeiten für die Kinderbetreuung gebe, meinte Stephan Prause, dass die << Familien ohnehin schon hochbelastet >> seien. Deshalb könne er nicht zustimmen. Der Jugendhilfeausschuss sprach sich letztlich mit zwei Gegenstimmen für die Anhebung der Deckelung aus.

Darüber und über die Verlängerung der Vereinbarung für zwei Jahre muss der Stadtrat am kommenden Donnerstag entscheiden.

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