Halblech
Kies im Fluss bringt mehr Laichplätze

Mehr Laichplätze für Fischarten schaffen, die einst im Lech und seinen Nebenflüssen häufig waren: So lautet das Ziel eines Pilotprojekts, das der Forderung der Fischereiverbände nachkommt. Umgesetzt wird es vom Fischereiverband Bayern, Energieversorger Eon sowie dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim als Projektleiter.

Seit drei Jahren arbeiten die Beteiligten mittlerweile erfolgreich zusammen. Es gelang bereits, neue Laichplätze im Lech mit Kies aufzuschütten, die gut angenommen werden. So etwa im Vorjahr, gleich unterhalb des Stauwerks Roßhaupten (wir berichteten). «Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen» ist das Motto der diesjährigen Renaturierung an der Halblech-Mündung. Einige Fischarten, etwa die Äschen, ziehen zum Ablaichen flussaufwärts in das rasch fließende und sauerstoffreiche Flachwasser. Tiefere Schwimmrillen im Flussbett sind Voraussetzung dafür. In den «gezähmten» Gebirgsflüssen sind solche Vertiefungen jedoch selten zu finden. Deshalb gräbt ein Bagger an der Einmündung des Halblechs das flache Flussbett aus.

Zurück bleibt kurzzeitig ein Damm - aber nur so lange, bis der Abraum etwas abgetrocknet ist und sich besser transportieren lässt. Dann holen ihn Transporter ab und bringen ihn zum Stauwehr Roßhaupten. Dort wird die Renaturierung des vergangenen Jahres fortgesetzt - aber auch die Kiesbank erweitert, die dann als Laichplatz dient. Rund 100 Lastwagenladungen zwischen den beiden Projektstellen sind nötig, um die rund 1500 Kubikmeter Halblechkies zur Kiesbank am Stauwehr Roßhaupten zu bringen. Die Kosten für die diesjährige Renaturierung schätzt Bauoberrat Bernhard Müller, Abteilungsleiter im Wasserwirtschaftsamt Weilheim, auf 10000 bis 12000 Euro. Zu großen Einsparungen verhelfe hier der vom Halblech zum Lech «umgebettete Kies», so der Fachmann.

Naturschutz eingebunden

In die Arbeiten an der Halblech-Mündung - einem naturschutzfachlich sensiblen und bedeutsamen Gebiet - war der Naturschutzbund von Beginn an eingebunden. In diesem Bereich wachsen etwa die südlich der Alpen äußerst seltenen gewordenen Tamarisken.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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