Konzept
Kentenich-Schule startet erst 2012

Noch liegt ein steiniger Weg vor den sieben Mitgliedern der «Kentenich-Pädagogik», eines eingetragenen Vereins. Der Zusammenschluss möchte eine private katholische Grundschule in Kempten gründen: Nach Hoffnungen auf einen Schulanfang 2010 und dann 2011 hat der Trägerverein für den möglichen Schulstart jetzt September 2012 anvisiert. Im Haus Hochland informierten die Initiatoren um Renate und Christian Immler (Durach) jetzt über die Gründung der «Josef-Kentenich-Schule».

Sie baten den kleinen Kreis interessierter Zuhörer um tatkräftige Unterstützung bei dem Ziel, eine katholische Grundschule zu gründen, die geprägt wird vom Konzept der Schönstatt-Pädagogik. Die Philosophie des Paters Josef Kentenich beinhaltet Ideal-, Vertrauens-, Bindungs-, Bewegung- und Bündnispädagogik.

«Derzeit laufen erneut Verhandlungen für ein entsprechend geeignetes Gebäude, nachdem das Kloster in Lenzfried aus Kostengründen nicht infrage kam», erinnerte Renate Immler. Parallel dazu liege der Antrag zur Schulgenehmigung und zur Schulgründung bei den staatlichen und kirchlichen Stellen vor. «Die Josef-Kentenich-Schule kann als katholische Privatschule staatliche Anerkennung erhalten.» Das sei wichtig im Hinblick auf Erstattungen beispielsweise von Busfahrtkosten. Als Privatschule würde ein Schulgeld erhoben. Die Höhe steht noch nicht fest.

«Selbstloser Dienst»

«Ich hätte mir so viele Besucher gewünscht, wie Grußworte eingegangen sind - und das waren mehr als 80», zeigte sich der künftige Schulleiter Harald Knes enttäuscht. Der Grundschullehrer am Schönstatt-Institut Marienbrüder in Gemünden erläuterte den rund 25 Besuchern im Haus Hochland das pädagogische Konzept von Josef Kentenich. Er zitierte: «Erziehung ist selbstloser Dienst am fremden Leben und es bedeutet Fühlung halten.» Freiheit und Wertevorstellungen seien zwei Grundpfeiler der Kentenich-Pädagogik. Es sei eine Schule mit dem Schwerpunkt im christlichen Glauben, mit vernetztem Lernen. «Es geht darum, freie, eigenständige Persönlichkeiten zu erziehen - unterstützt von Eltern und Lehrkräften.

» Dabei gebe es keine fertigen Weisheiten, keine Dogmen. «Es geht um das gelebte Vorbild», unterstützte auch Stadtrat Thomas Kiechle die Schulgründung.

Beispiele aus der Arbeitsweise gaben Mirjam Schilling aus Salmtal, Claudia Denkinger aus Oberdischingen und Christa Mücke aus Murnau. Letztere geht seit 50 Jahren in der Schönstatt-Pädagogik auf: «Sie ist heilend, aufbauend, fördernd», meinte sie. «Zeugnis abgeben von Gott - das fließt in den Alltag ein.»

Folgender Ablauf ist geplant:

l Ab Januar 2011 gibt es Infos zur geplanten Schule im Internet unter www.josef-kentenich-schule.de

l Ab sofort können sich Interessenten bei Familie Immler (Telefon 0831/5699284) über die geplante Schule informieren (Email: kentenich-schule@online.de)

l Lehrer-Interessenten müssen aufgrund des vernetzten Unterrichts im Besitz der Missio Canonica sein. Nur in Ausnahmefällen könnten nicht-katholische Schüler aufgenommen werden. 15 seien bereits vorgemerkt. Derzeit wird ein möglicher Lehrplan erarbeitet. (mor)

 

Sie sind die Initiatoren der Josef-Kentenich-Schule in Kempten: Renate und Christian Immler. Foto: Rohlmann

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