Corona-Impfung am Arbeitsplatz?
Kemptener Betriebsarzt: "Wir würden gerne sofort loslegen!"

Corona-Impfung: Bald flächendeckend in Unternehmen? (Symbolbild)
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In verschiedenen Betrieben in ganz Deutschland impfen Betriebsärzte bereits Mitarbeiter gegen Corona. Im Allgäu nehmen zwei Unternehmen am Modellprojekt teil: Die Memminger Firma Magnet-Schultz und Fendt in Marktoberdorf. Wann geht es auch in anderen Firmen los? Vorgesehen sind flächendeckende Impfungen in Betrieben momentan ab dem 07. Juni.

Dr. Müller: "Wir warten händeringend auf den Impfstoff!"

Dr. Heinrich Müller aus Waltenhofen ist seit 1976 Allgemeinmediziner und seit einigen Jahren als Betriebsarzt gemeinsam mit drei Kollegen für mehrere Unternehmen tätig, unter anderem auch für die Stadt Kempten und den Allgäuer Zeitungsverlag. Er sagt gegenüber all-in.de: "Wir sitzen schon seit Wochen in den Startlöchern, haben eigentlich alles schon organisiert, die Struktur steht. Wir warten nur noch händeringend auf den Impfstoff." Momentan weiß Dr. Müller nicht, wann welcher Impfstoff in welcher Menge zur Verfügung steht.

Wie sind die Voraussetzungen für Impfen im Unternehmen?

Vorzubereiten ist dann nicht nur das Personal. Auch die entsprechenden Räumlichkeiten müssen zur Verfügung stehen. Die Impfung selbst ist noch das kleinere Problem, sie ist in fünf Minuten erledigt. Die zu impfende Person muss zunächst zur Dokumentation einen Aufklärungs- und Anamnesebogen bekommen und ausfüllen. Diese Vorbereitung dauert schon länger als das Impfen an sich, "etwa 15 Minuten", schätzt Dr. Müller. 

Dr. Heinrich Müller, Betriebsarzt aus Waltenhofen, hofft darauf, bald mit Corona-Impfungen in Betrieben impfen zu können.
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Bis zu 200 Impfungen pro Tag sind möglich.

"Ein weiterer Aufwand ist, dass die Leute noch 10 bis 15 Minuten unter Beobachtung stehen sollen, ob sie nicht doch allergische Reaktionen zeigen, wie es bei jeder Impfung möglich ist", so Dr. Müller. Es braucht also einen Raum zur Vorbereitung, einen zum Impfen und einen zum Beobachten. Mit den entsprechenden räumlichen Vorraussetzungen, mit zwei bis drei Impf-Ärzten plus entsprechendem Hilfspersonal und nach einer kurzen Einarbeitungszeit rechnet Dr. Müller, dass man in einem Betrieb an einem Tag bis zu 100 Personen impfen kann.

Bis zum Start: Alle schon geimpft?

Noch soll es mehrere Wochen dauern, bis Betriebsärzte flächendeckend impfen werden. Anfragen von Mitarbeitern der Betriebe, die Dr. Müller als Betriebsarzt betreut, gibt es bereits viele. "Das 'Go' kommt von der Politik. Es wurde der 07.06. als Stichtag genannt. Ich vermute: Bis unser ganzes Thema von der Politik organisiert ist, bis dahin sind die meisten Leute schon von ihrem Hausarzt geimpft."

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Dr. Heinrich Müller, Betriebsarzt aus Waltenhofen, hofft darauf, bald mit Corona-Impfungen in Betrieben impfen zu können.

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