Heimatreporter-Beitrag
Kempten muss attraktive Freiräume für Jugendliche bieten

Vegetarisches Grillgut zu verzehren ist zur Zeit am Illerdamm verboten.
  • Vegetarisches Grillgut zu verzehren ist zur Zeit am Illerdamm verboten.
  • Foto: VisbyStar/Wikimedia
  • hochgeladen von Fabian Kirchmann

Vergangenen Samstag setzte die Bereitschaftspolizei mit massiver Mannschaftsstärke das bestehende Grill- und Alkoholverbot am Illerdamm durch. Die Stadt Kempten erließ vor kurzem eine neue Grünanlagenverordnung. Diese beschreibt in öffentlichen Kemptener Parks ein Verbot von Alkohol und offenes Feuer.

Franziska Maurer, Sprecherin Grüne Jugend Allgäu verurteilt: 

"Ein allgemeines Alkoholverbot in allen Grünanlagen beschneidet nicht nur die Kemptner Jugendlichen zu sehr in ihrer Handlungsfreiheit. Ich finde es schön, dass es in Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, möglich ist, auch mal zusammen am Fluss in der Sonne zu sitzen und ein Bier zu trinken. Diese Lebensqualität sollten wir uns nicht nehmen lassen. Ich kann gut verstehen, dass sich Anwohner durch grölende Feiergruppen belästigt fühlen. Eine solche Lärmbelästigung stellt jedoch auch ohne Alkoholverbot eine Ordnungswidrigkeit dar und kann geahndet werden. Die Jugendlichen aus den Parks zu verdrängen verschiebt das Problem nur aus unserem Sichtfeld. Viel wichtiger ist es, Aufklärungsarbeit über den Umgang mit Alkohol zu leisten und den Jugendlichen Rückzugsorte für gemeinsame Treffen zur Verfügung zu stellen." 

Fabian Kirchmann, Beisitzer Grüne Jugend Allgäu ergänzt:

"Ich kann mir vorstellen, dass es gelebter Teil der Freizeit ist mit Freunden im Park zu chillen. Dazu gehört manchmal Alkohol, Musik und Grillen. Statt dem unsinnigen Verbot sollte es wie früher und wie auch in anderen Städten erlaubt sein an ausgewiesenen Flächen zu grillen. Ich bin auch gegen Müll und Gewalt, aber eine Stadt muss einfach Freiräume bieten. Sinnvoll wäre zum Beispiel, wenn Kemptener Vereine immer abwechselnd ein Wochenende darauf achten und an die Besucher*innen des Illerdamms apellieren, ihren Müll zu mitnehmen und nicht zu laut zu sein. Die Polizei können diese dann im Zweifel immer noch rufen." 

Autor:

Fabian Kirchmann

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