Umweltausschuss
Kempten bekommt einen Klima-Manager

Der Weg ist frei für einen Klima-Manager bei der Stadt. Das Bundesumweltministerium hat zugesagt, die Stelle zu 60 Prozent zu fördern. Dies gab Amtsleiter Claus-Dieter Jaskolka im Umweltausschuss bekannt. Er stellte dem Gremium den Klima- und Umweltbericht vor und erinnerte an besondere Entwicklungen.

Effektiven Klimaschutz hat die Stadt bekanntlich in ihren strategischen Zielen bis 2020 festgeschrieben. Jetzt gelte es, die als wichtig erkannten Maßnahmen umzusetzen. Einem Klima-Manager geht deshalb die Arbeit so schnell nicht aus. Da kam es gerade recht, dass die Stadt auch aufgrund ihres bisherigen Engagements nun die Fördermittel für den Posten erhält.

Vorausgegangen war die Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes, berichtete Jaskolka. Antrieb des Prozesses sei das Energieteam, in dem sich Experten aus Verwaltung, Stadtrat, Allgäuer Überlandwerk und Abfallzweckverband abstimmen. Auch über 2020 hinaus sollen Weichenstellungen vorgenommen werden, die einmal den Masterplan << 100 Prozent Klimaschutz >> ermöglichen könnten.

Ein Beispiel für die Förderung des Klimaschutzes war im vergangenen Jahr das Förderprogramm für Häuslebauer auf der Jakobwiese. Dort erhielten Bauherrn einen Bonus, wenn sie ihre vier Wände energieoptimiert und ökologisch im Sinne eines Punktekatalogs errichteten. << Beispielgebend >> nannte dies der Bayerische Städtetag.

Beschwerden über Lärm beschäftigen das Umweltamt genauso wie möglicherweise umweltbelastende Betriebe. Im Fall einer Recyclingfirma traten derart gravierende Mängel zutage, dass der Betrieb eingestellt wurde. Eine Klage des Unternehmens wurde zwischenzeitlich zurückgewiesen, das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig, erklärte der Amtsleiter.

Erfolgreich angelaufen ist das << Stadtbaumprojekt >>, bei dem mehr als 150 Bäume entlang der Hauptstraßen gepflanzt wurden. Lediglich zwei Bäume seien nicht angewachsen. Ziel ist zu untersuchen, welche Arten sich ohne großartige Pflegemaßnahmen im städtischen Bereich gut halten.

Kampagne für Sanierungen

Ein kommunales Förderprogramm zur Sanierung von Altbauten durch Privatleute schwebt Thomas Hartmann (Grüne) vor. << Eine Geldfrage >>, meinte dazu Baureferentin Monika Beltinger. Intensiver werde derzeit über Impulsberatungen nachgedacht. Dr. Hans-Jörg Barth, Experte des Energie- und Umweltzentrums Eza, berichtete über eine Kampagne in Hannover mit einer Erfolgsquote zwischen 40 und 60 Prozent.

Theo Dodel-Hefele regte an, einen höheren Anteil an regenerativen Energien bis 2020 festzuschreiben. Bisher geht es im Konzept der Stadt um 40 Prozent. << Da wollen wir besser werden >>, stimmte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer zu, << das ist unstrittig. >>

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