Kempten / Oberallgäu
Kempodium weiter auf der Förderliste

Das «Allgäuer Zentrum für Eigenversorgung» ist eine Einrichtung, von deren Glanz auch einiges auf die Stadt abfällt. Unter dem Namen «Kempodium» ist sie über die Region hinaus bekannt. Im Finanzausschuss herrschte Einigkeit, das Projekt auch in den nächsten fünf Jahren zu fördern.

Bundesweit tauchte das Kempodium zuletzt in den Medien auf, als der Deutsche Stifterpreis an Jens Mittelsten Scheid verliehen wurde (wir berichteten). Der Mäzen hatte das Kemptener Projekt ins Leben gerufen und unterstützt. Nach zehn Jahren zieht er sich nun aus der Förderung zurück. Allerdings nicht ohne Abschiedsgruß: Die Gebäude Untere Eicher Straße 1 und 3 sollen als Schenkung an das Kempodium fallen, erläuterte Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Stadtentwicklung.

Aus den Mieterlösen des Wohnhauses Nummer 1 stellt sich Geschäftsführer Martin Slavicek vor, dass Rücklagen für den Unterhalt der Gebäude gebildet werden.

Alles in allem bleibe allerdings eine Finanzierungslücke bei dem Haus mit den offenen Werkstätten, Kursen, Ferienprogrammen und verschiedenen Veranstaltungen, in dem jährlich rund 55000 Nutzer ein und aus gehen. Auch für die Schulen ist das Kempodium längst ein begehrter Partner in vielen Projekten.

Gesellschaftliche Bedeutung

Bei den Mitgliedern des Finanzausschusses genießt die zum Teil ehrenamtliche Arbeit des Hauses hohes Ansehen. Sämtliche Redner betonten die gesellschaftspolitische Bedeutung und den nachhaltigen Charakter vieler Angebote. Bisher gelinge die Selbstfinanzierung zu rund 80 Prozent. Ziel müsse allerdings sein, unabhängig von kommunalen Zuschüssen zu werden.

Für die kommenden fünf Jahre wurden indes jeweils 20000 Euro aus dem städtischen Haushalt bewilligt. Genauso viel will der Landkreis Oberallgäu bereitstellen. Auch andere Sponsoren hätten zugesagt, das Kempodium weiter zu unterstützen. In der Vorstandschaft soll künftig je ein Vertreter von Stadt und Landkreis mit über die Verwendung der Gelder entscheiden. (se)

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