Grünenbach
Keine Riesenvorräte anlegen

Der Frauenbundbezirk Lindenberg hat zur Fastenzeit eine bemerkenswerte Aktion eingeläutet. Er lud seine Mitglieder zum «Frauen Kaffee fürs Klima» in die Laubenberghalle in Grünenbach ein, um das ökologische Haushalten ins Bewusstsein zu rücken und mit der Umsetzung einen nachhaltigen Beitrag fürs Klima zu leisten.

«Wir fangen mit kleinsten Schritten zu Hause an», gab Erika Ahr den rund 80 Frauen (und einem Mann) die Devise vor und Ulrike Birmoser vom Verbraucherservice des Frauenbundes zeigte die Wege auf. Da gab es die (umweltbewussten Verbrauchern schon vertrauten) Tipps zum Energie sparen durch Dämmen der Häuser oder Optimieren der Heiztechnik. Wobei Birmosers Rat zur «Selbstdämmung» - also der Jahreszeit angepasste Kleidung - nicht unerwähnt bleiben sollte.

Klimaschutz lässt sich auch bei der Ernährung betreiben. Die beste Ökobilanz haben in der Regel Lebensmittel aus der Region. Allerdings nur dann, wenn die Ware nicht sehr lange gelagert wird, machte Birmoser deutlich. Also empfehle sich der Kauf saisonaler Lebensmittel. Sie riet den Frauen, die Ernährung auf mehr Gemüse und weniger Fleisch umzustellen.

Da ließe sich (wegen der Männer) auch schon mal tricksen, indem man die Würstchen ganz klein schneidet. Den bewussteren Umgang mit Fleisch untermauerte sie mit Zahlen zur Ökobilanz. Bei der Nahrungsmittelerzeugung entfalle fast die Hälfte des Kohlendioxid-Ausstoßes auf die Produktion tierischer Produkte. Dazu komme, dass Wiederkäuer Methan produzieren. Was laut Birmoser noch klimaschädlicher ist als Kohlendioxid.

Zu ihren Empfehlungen gehörte weiter, keine Riesenvorräte in der Gefriertruhe zu halten. Bei einer Katastrophe falle ohnehin als erstes der Strom aus, meinte Birmoser. Und auch ansonsten gelte: «20 Kilo Johannisbeeren isst man eher selten.» Ein großes Sparpotential gebe es auch beim Wegwerfen. Geschätzte 20 bis 30 Prozent der Lebensmittel in Privathaushalten und Geschäften würden weggeworfen.

«Eine gigantische Menge - und damit eine gigantische Überproduktion», ärgerte sich die Beraterin.

Birmoser sprach auch die Textilien an, die immer kürzer werdenden Modezyklen, die Produktion von Kleidung in Asien unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen und die Belastung mit Schadstoffen. Sie empfahl, auf die Labels zu achten, die Auskunft über den ökologischen und sozialen Standard geben. Ihr genereller Rat: «Klamotten so lange wie möglich tragen.» Und sie dann in Kleiderkammern oder Altkleidersammlungen geben. Auch die Kinderbasare seien mit Nachdruck zu empfehlen, so Birmoser. Tue man mit dem Kauf gebrauchter Kleidung doch gleichzeitig etwas für die Gesundheit des Nachwuchses. Denn je öfter ein Kleidungsstück gewaschen wurde, desto weniger Schadstoffe habe es. (hip)

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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