Roßhaupten
Keine Mitsprache, keine Verpflichtung

Auf Widerspruch aller Roßhauptener Gemeinderäte stieß eine Verpflichtungserklärung, mit der Städte, Märkte und Gemeinden ihre Bereitschaft zu einer «Verkehrsuntersuchung für eine Verkehrsentlastung im südlichen Ostallgäu» erklären sollen. Diese Untersuchung, so der Rat, fokussiere sich ausschließlich auf die B 17 neu und B 310 neu zur Entlastung von Füssen und Schwangau. Da diese B 17 neu auch über Roßhauptener Grund verlaufen soll, fordern die Räte ein Mitspracherecht. Denn «Ziel der Verkehrsuntersuchung muss es sein, den gesamten südlichen Landkreis zu entlasten» und deshalb sei eine flächendeckende Untersuchung notwendig, nicht nur für die beiden geplanten Straßen.

«Wir sind die Vertreter unserer Roßhauptener Bürger und haben uns verpflichtet, für sie keine Nachteile entstehen zu lassen», nannten einige Räte als Grund für ihre großen Bedenken. Daran änderte auch der Hinweis von Bürgermeister Thomas Pihusch wenig, der diese Verpflichtungserklärung als gut gemeinten Versuch des Landratsamtes interpretierte, Zündstoff aus dem Thema «Verkehrsbelastung von Füssen und Schwangau» zu nehmen.

Die neue Untersuchung basiert auf einer Verkehrszählung von 2005 bezüglich der Verkehrsbelastung an der B16 und der B17. Diese zeigte 12831 Kraftfahrzeuge in Füssen, 7816 in Schwangau - und mit 8506 noch mehr in Roßhaupten auf der B16. Auch deswegen sei es wichtig, dass vor der Erstellung eines Gutachtens die Gemeinde Roßhaupten ihre Vorstellungen zur Verkehrsführung einbringen könne.

Die bereits erfolgte Festlegung auf nur die eine Variante mit den genannten beiden neuen Straßen lasse das aber erst gar nicht zu, beanstandeten einige Räte.

Keine weitere Hauptstraße

Ein Grund mehr für die Gemeinderäte, der Streckenführung derneuen B17 über Roßhauptener Grund noch skeptischer gegenüber zu stehen. «Jede weitere Hauptverkehrsstraße auf unserem Gemeindegebiet können wir nicht hinnehmen», wandten sich die Räte gegen die B17 neu.

Die Gemeinderäte bezweifelten auch die Aussagekraft von voreilig ermittelten Untersuchungsergebnissen. Denn jede noch heuer angesetzte Verkehrsuntersuchung bringe keine schlüssigen Ergebnisse über die Verkehrsbelastung nach der Öffnung der A7. «Das dauert nach der Erfahrung gut zwei Jahre, ehe eine neue Autobahn angenommen wird.

Erst dann wäre eine solche Verkehrsuntersuchung sinnvoll.» Dagegen, so Bürgermeister Pihusch, sprächen jedoch die Terminsetzungen für den in Berlin neu zu beschließenden Bundesverkehrswegeplan, in dem der Bau der beiden Straßen zur Verkehrsentlastungen aufgenommen werden soll.

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