Ortsteilversammlung
Keine Lösung für Parkplatz-Probleme in Diepolz

Seit annähernd zehn Jahren wird nach einer Möglichkeit gesucht, neue Parkplätze im Immenstädter Ortsteil Diepolz zu schaffen. Neben Wanderern sind es vor allem Besucher des Bergbauernmuseums, die in der Ortsmitte oft vergeblich nach einem Standplatz für ihr Auto suchen. Doch zeigte sich bei der Ortsteilversammlung: Eine Lösung ist nicht in Sicht. Bei allen bislang ausgearbeiteten Vari-anten gibt es Widerstand. Und Bürgermeister Armin Schaupp machte keinen Hehl daraus, dass er dafür Verständnis hat: «Ich werde hier niemanden unter Druck setzen».

Christoph Deutscher, in der Stadtverwaltung für den Tiefbau verantwortlich, erläuterte den rund 70 Besuchern in der Diepolzer «Traube» die seit 2002 entwickelten Pläne. Vor allem unterhalb des Vereinsheims könnten zusätzliche Parkplätze entstehen - wenn denn die Nachbarn zustimmen würden.

Dass sie es nicht tun, akzeptiert Bürgermeister Schaupp: «Ich habe Verständnis für Bürger, die keinen Parkplatz hinter dem eigenen Wohngebäude wollen. Und auch für Landwirte, deren landwirtschaftliche Flächen zerschnitten würden», entgegnete er «Traube»-Wirt Peter Kohlross, der das Scheitern aller Bemühungen um eine Lösung als «Armutszeugnis für Diepolz» bezeichnete: «Es ist Sache des Bürgermeisters, das zu regeln».

Bürgermeister: «Machen nichts, was Sie nicht wollen»

Genau das werde er nicht tun, entgegnete ihm der Rathauschef mit Verweis auf die Rechte der Anlieger. Und Schaupp fragte zu jeder Variante ab, ob einer der Anwesenden Einspruch dagegen erhebe - mindestens eine Hand ging jeweils in die Höhe. An einer «gesamtstrategischen Lösung inklusive Umgehungsstraße scheint kein Bedarf zu bestehen», fasste Schaupp unwidersprochen zusammen. Und: «Wir machen nichts, was Sie nicht wollen». Ohne Konsens in der Ortsgemeinde werde die Stadt nicht handeln.

Viel konkreter dagegen sind die Planungen in Knottenried: Hier soll die geplante neue Zufahrt zu einem Aussiedlerhof ab Mai erstellt werden. In der Folge kann die Friedhofsmauer saniert und der neue Dorfplatz gestaltet werden. Insgesamt 400000 Euro kostet das Vorhaben. Rund 155000 Euro davon muss die Stadt berappen.

Mit der Fertigstellung rechnet Tiefbau-Leiter Deutscher Mitte September. Zu den rund 50 städtischen Themen, die Bürgermeister Schaupp ansprach, gab es nur wenig Diskussionen. Einige Nachfragen gab es jedoch zu den Kosten des Naturparkhauses in Bühl, das Schaupp vehement verteidigte. Erstmals entstehe eine schlechtwetter-taugliche Touristen-Einrichtung in dem Ortsteil. Zudem sei der Wert der angrenzenden «Alten Schmiede» von 70000 auf 300000 Euro gesteigert worden.

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