Kempten
«Keine Gefahr für historische Bauwerke»

Könnten Basilika und Residenz Schaden nehmen durch den Bau einer Tiefgarage unter dem Hildegardplatz? Diese Frage geisterte zuletzt immer wieder durch die Diskussionen. Doch damit müssen sich die Kemptener nun nicht mehr befassen, hieß es im Bauausschuss am Dienstagabend: Die umliegende Bebauung ist nicht in Gefahr, versicherte Professor Dr. Karl G. Schütz, Geschäftsführer der Schütz Ingenieure.

Auf Antrag von Hans Mangold erläuterte der Sachverständige die angedachte Vorgehensweise im Fall des Baus einer Tiefgarage. Dazu würden Bohrpfähle in den Untergrund getrieben, die dann die Wand der Baugrube bilden. «Das ist zwar aufwändig, aber auch die schonendste Methode», sagte Schütz. Erschütterungen ließen sich damit auf ein Minimum reduzieren: «Jedes Glockengeläut verursacht Erschütterungen. Was beim Bau einer Tiefgarage auftritt, hätte deutlich weniger Auswirkungen.»

Auch vor Setzungen müsse man keine Angst haben, meinte der Prüfingenieur für Baustatik. Durch die Bauweise träten kaum Verformungen ein. Und in Sachen Grundwasser könne man gewährleisten, dass sich die Ströme nicht wesentlich verändern. Während der Bauzeit würden dazu Pumpen eingesetzt. Nach dem Bau könne das Wasser wieder unter der Tiefgaragensohle hindurchfließen.

«Man kann das alles technisch beherrschen», betonte Schütz, der sich auch im Auftrag des Staatlichen Bauamts seit Langem mit Residenz und Basilika befasst.

Frage als gelöst auf die Seite

Aus Sicht von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer gibt es rund um den Hildegardplatz weiter jede Menge Argumente, die es abzuwägen gilt. Aber dass die historischen Bauwerke gefährdet würden - «diese Frage können wir als gelöst auf die Seite legen».

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