Marktoberdorf
Keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Eine wirkliche Entspannung auf dem Marktoberdorfer Arbeitsmarkt und ein Herbstaufschwung bleiben nach dem aktuellen September-Bericht der Agentur für Arbeit aus. Die Arbeitslosenquote verbleibt wie im Vormonat August bei 3,6 Prozent. Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich im Vergleich zum August von 70 auf 74. «Marktoberdorf bewegt sich mit diesem leichten Zuwachs von 18 Arbeitslosen gegen den bayerischen und bundesweiten Trend», sagt die neue Geschäftsstellenleiterin Erika Schmid und ist nach eigener Aussage «überrascht».

Allerdings beurteilt sie den Marktoberdorfer Arbeitsmarkt nach wie vor als «stabil». Auch die Tatsache, dass immer noch 22,4 Prozent der insgesamt 917 Arbeitslosen (davon 166 Langzeitarbeitslose) unter 25 Jahren sind, bereitet ihr keine großen Sorgen: «Viele Jugendliche, die nach der Schule nicht in Ausbildungen übernommen wurden, haben sich inzwischen für eine weiterführende Schule entschieden. Das ist in der jetzigen Statistik nicht inbegriffen, wird sich aber in der nächsten positiv auswirken», mutmaßt Schmid.

Allerdings könnte die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten steigen, befürchtet Schmid.

Das ließe sich an den Zahlen der Arbeitssuchenden - also jenen, die sich arbeitssuchend melden, weil sie damit rechnen, arbeitslos zu werden - ablesen (1496 im September). «Ich rechne mit einem saisonalen, aber auch konjunkturellen Anstieg der Zahlen», sagt Schmid, die angesichts der im Vergleich zu anderen Geschäftsstellen guten Marktoberdorfer Zahlen aber trotzdem vorsichtig optimistisch in die Zukunft blickt. Ihrer Ansicht nach bauen viele Betriebe momentan noch auf die Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden. «Viele sind noch ruhig», meint Schmid, wobei ihre Betonung aber auf «noch» liegt.

Bei den Arbeitssuchenden ließe sich auch «kein eindeutiger Schwerpunkt» bestimmen, so Schmid. «Sie kommen aus allen Bereichen, daher kann man nicht eindeutig sehen, in welche Richtung es geht.» Mit der Zahl der offenen Stellen zeigt sich die 34-Jährige «nicht unzufrieden». Man habe mehr offene Stellen als im wirtschaftlich überdurchschnittlich guten Jahr 2008.

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