Konzept
«Keine Chance für Einzelkämpfer»

Kirchturm war gestern: Die fünf Hörnerdörfer Fischen, Obermaiselstein, Bolsterlang, Ofterschwang und Balderschwang wollen gemeinsam mit anderen Orten und der «Allgäu Marketing» die Marke «Allgäu» besser im Tourismus positionieren. Kooperationen sind in den «Kerngeschäften» Wandern, Winter und Gesundheit geplant, sagt Dr. Bertram Pobatschnig, Tourismusdirektor in Fischen und Geschäftsführer der «Hörnerdörfer Tourismus GmbH». Unter dem «Allgäu-Dach» solle parallel die Subdestination «Hörnerdörfer» entwickelt werden.

Wandern soll gemeinsam mit Radfahren und Golfspielen unter dem Thema «Mein Allgäusommer» vermarktet werden. Die Hörnerdörfer können in diesem Bereich unter anderem mit der Hörnerkette und zwei Höhenlagen punkten und werden sich unter dem Stichwort «Brauchtum» profilieren. Eine Arbeitsgruppe soll die Erkenntnisse und Vorgaben einer allgäuweiten Arbeitsgruppe ortsnah weiterentwickeln. Unter «Mein Allgäuwinter» wird entsprechend das Winterangebot vermarktet. An einem gemeinsamen unverwechselbaren Produkt werde noch gearbeitet, erläuterte Pobatschnig. Das gelte auch für das Geschäftsfeld «Gesundheit».

Neue Aufgaben

Die Neuausrichtung der Hörnerdörfer mit gemeinsame Produktgestaltung und gemeinsamen Marktauftritt geht mit einer Neuregelung der Aufgaben einher. In Workshops wurden die neuen Zuständigkeiten diskutiert und festgelegt. «Wir haben nichts übers Knie gebrochen», betonte Werner Fritz, Bürgermeister und Tourismuschef in Balderschwang. Peter Stehle, Gemeindeoberhaupt von Obermaiselstein, räumte ein: «Am Anfang kein leichter Prozess.» Aber, so Fritz: «Einzelkämpfer haben auf dem großen Markt keine Chance.» Edgar Rölz, Bürgermeister von Fischen, unterstrich, dass es letztendlich «um Wertschöpfung und um die Auslastung der Betriebe» gehe.

Grünes Licht gaben die Gemeinderäte aller fünf Orte, die das nötige Budget für die kommenden drei Jahre beschlossen haben. Aus dem gemeinsamen Topf werden dann etwa Internet-Auftritt, Anzeigenwerbung oder auch ein Katalog finanziert. Christof Endreß, Geschäftsführer der «Hörnerdörfer Tourismus»: Die strategische Arbeit werde zentralisiert, die operativen Aufgaben wie etwa der Service für den Gast blieben in den einzelnen Gästeinformationen.

«Absolut der richtige Weg, grundsätzlich in der Region mehr zusammenzuarbeiten», urteilt Max Ruppaner, Gastgeber und Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Fischen. Über Jahre hinweg habe man nur reagiert: «Es ist höchste Eisenbahn, auf dieser Schiene wettbewerbsmäßig mitzuhalten.»

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