Memmingen
«Kein Spaßbad, ein Sportbad»

Markus Fleckenstein ärgert sich: «Warum darf man im Memminger Freibad nicht ins Wasser hüpfen, wenn man Lust dazu hat?» Immer wieder seien sämtliche Sprungblöcke gesperrt. Besonders Kinder würden darüber klagen. «Die schimpfen und sagen: Alles, was Spaß macht, ist verboten», fährt der MZ-Leser fort.

Rainer Wölfle, Leiter des Memminger Sportamts, betont: «Die Sprungblöcke sind gesperrt, weil es schwierig ist, den Spring- und Schwimmbetrieb gleichzeitig zu beaufsichtigen.» Außerdem stünden zwei Bahnen für Leistungsschwimmer zur Verfügung, damit diese ihre Bahnen ziehen könnten. Die Sperrung der Blöcke sei zwar nicht optimal, «aber wir haben in Memmingen auch kein Spaßbad, sondern ein Sportbad», so Wölfle weiter. Beim Bau des Freibads habe man die Blöcke für den Wettkampfsport und nicht als Sprungrampe für Kinder errichtet. «Heute würde man das anders machen», sagt der Sportamtsleiter.

Besonders an schönen Tagen, wenn sich viele Badegäste im Becken tummeln, ist es laut Wölfle unmöglich, die Blöcke freizugeben. «Wenn es der Badebetrieb zulässt, öffnen wir aber einige.» Die Sperrung sei keine Böswilligkeit, sondern eine Sicherheitsmaßnahme. Auch andere Freibäder im Unterallgäu öffnen aus Sicherheitsgründen nicht immer ihre Sprungblöcke und -türme.

«Unsere beiden Sprungbretter und die zwei Sprungblöcke sind abwechselnd geöffnet», sagt Sascha Schledorn, Bademeister im Otto-beurer Freibad. Durch die Rutsche kämen die Kinder aber dennoch auf ihre Kosten. Bademeister Günter Ronz vom Kirchdorfer Freibad betont: «Wir schauen darauf, wie viele Gäste da sind.» Bei normalem Betrieb versuche er, alle fünf Sprungtürme offen zu halten. «Wegen der Sicherheit kann es aber auch vorkommen, dass wir alle schließen müssen», ergänzt Ronz.

«Funktioniert ganz gut»

In der Marktgemeinde Erkheim gibt es zwei Sprungtürme, und zwar einen Ein- und einen Drei-Meter-Turm. Letzterer ist nach den Worten von Marianne Schneider vom Erkheimer Freibad aber fast immer geschlossen, weil das private Bad keinen Bademeister hat. «Aber das funktioniert trotzdem ganz gut», fügt Schneider hinzu.

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