Kaufbeuren
Kein Placet für Spielplatzleitlinien

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Das Kaufbeurer Spielplatzangebot hatte sich die Grünen-Stadträtin Ulrike Seifert auf die Fahnen geschrieben und einen Antrag im Stadtrat gestellt, dass Leitlinien für diese Spielstätten aufgestellt werden. «Ich bin oft auf Spielplätzen unterwegs. Viele wirken alt, langweilig und nicht interessant für Kinder», so Seifert. Es gehe ihr nicht darum, dass Spielplätze alle gleich aussehen, eher darum, Fehler zu vermeiden. Zur Erstellung dieser Leitlinien könne eine Arbeitsgruppe (AG) einberufen werden.

Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) schien der Idee von Anfang an nicht viel abgewinnen zu können. Der Stadtjugendring (SJR) plane ohnehin bereits eine Bestandsaufnahme der Kinderspielplätze. Deshalb sei die Bildung eines Arbeitskreises unnötig. Sigrid Chmiel (CSU) meinte hingegen: «Ich muss Frau Seifert da Recht geben. Für einen Spielplatz sind zudem fünf verschiedene Bereiche in der Stadtverwaltung zuständig.» Die gebe es oft keine klaren Zuständigkeiten und zudem seien manche Spielplätze heruntergewirtschaftet.

Man könne schon aus finanziellen Gründen nicht alles auf einmal machen, so Bosse. Zudem plane die Stadt, viel in den Wertachpark im Kaufbeurer Norden zu investieren, was auch Familien zugute komme.

Dritter Bürgermeister Ernst Holy (KI) betonte, dass die Stadt bewusst diese Aufgabe dem SJR übertragen habe. «Wenn wir jetzt dem Antrag von Frau Seifert zustimmen, dann wäre das wie ein Misstrauensvotum gegenüber dem Stadtjugendring.» Im SJR kämen letztlich alle betroffenen Akteure, nicht nur Jugendliche, zu Wort, ergänzte Felix Wobst (CSU). Der SJR müsse Zeit haben, um ein Konzept zu erstellen.

«Warum den Antrag der Grünen so niederschmettern?», fragte Christian Sobl (CSU). Man könne sich die Spielplätze doch durchaus näher anschauen. Das sei aber seiner Meinung nach eher der Job der Verwaltung und nicht einer Arbeitsgruppe.

«Es spricht doch auch nichts dagegen, wenn der Stadtjugendring an der Projektgruppe teilnimmt», meinte wiederum Helga Ilgenfritz (SPD). Catrin Riedl-Schmied, Fraktionschefin der Genossen, sah in den Leitlinien weniger den Aufruf, eine Arbeitsgruppe zu bilden, als sich eine Präambel für Kinderspielplätze zu geben. Man könne letztlich beides tun, AG bilden und SJR weiter arbeiten lassen, so Katharina Wiedemann (FW).

Bosse gab schließlich die Sache zur Abstimmung: Von dem 40-köpfigen Gremium gaben nur sieben Räte ihr Votum für die Grünen. Das Protokoll der Sitzung des Stadtrates mit der Diskussion solle dem SJR ausgehändigt werden, damit dies berücksichtigt werde.

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