Irsee
Kein Bedarf an Windkraft

Die Gemeinde Irsee sieht derzeit keinen Bedarf an weiteren Windkraftanlagen. Deshalb beschloss der Gemeinderat, eine diesbezügliche Anfrage des Regionalen Planungsverbandes abzulehnen. Vor Jahren hatte das Gremium lange über Windkraft diskutiert und dann ein Sondergebiet ausgewiesen. «Damals schlossen wir Windkraftanlagen in Eiberg, Wielen oder Oggenried aus. Deshalb sollten wir es auch bei dem Sondergebiet belassen», meinte Josef Leonhart.

Die dafür zur Verfügung gestellte Fläche liegt bei Kleinkemnat. Dort wiesen die Gemeinde und die Stadt Kaufbeuren auf ihrer Flur einen Doppelstandort aus. Eine Irseer Anlage dürfte demzufolge auch nur eine Nabenhöhe von 65 Metern und eine Gesamthöhe von 100 Metern haben, erklärte Bürgermeister Andreas Lieb. Dennoch ließ der Planungsverband anfragen, ob die Gemeinde ein Vorranggebiet erweitern oder weitere Gebiete will oder ob es beim momentanen Stand der Dinge bleibe. «Wir sollten es dabei belassen» sagte Michael Stadler für den überwiegenden Teil des Gemeinderates. «Bei den Münchener Badeseen stehen keine Windräder und es sollen auch keine dorthin. Die drückt man alle bei uns rein», ergänzte Helmut Lachenmayer bissig. Der Gemeinderat lehnte das Ansinnen deshalb rundweg ab und möchte den Status quo behalten. Zumindest derzeit wolle man keine Anlagen akzeptieren.

Dagegen will das Gremium nächstes Jahr am Oggenrieder Weiher aktiv werden. «Wir haben festgestellt, dass er verlandet», erklärte Lieb. Deshalb müsse etwas getan werden. Doch eine Entschlammung sei nicht so einfach: «Die Badequalität und das ökologische Gleichgewicht müssen erhalten bleiben», gab der Bürgermeister zu bedenken. Derzeit sei die Qualität und das Gleichgewicht noch gut, ergänzte Zweiter Bürgermeister Bertram Sellner. Problematisch seien bei einer Entschlammung aber die Muscheln und Krebse im Schlamm. Zudem gehe es um die Frage, wohin dieser entsorgt werden soll.

Günther Oberweiler gab zu bedenken, dass aus Sicht der Fischer die Aktion notwendig sei und auch ein regelmäßiges Abfischen sowie eine Bestandserhebung empfohlen werde. Ornithologen dagegen begrüßten den Zustand des Weihers. Dennoch soll Sellner nun Informationen einholen, wie der See möglichst schonend entschlammt werden kann. Zudem soll für den «Oggi» bald die Satzung geändert werden, damit die Polizei bei exzessiven Feiern besser einschreiten könne, kündigte Lieb an.

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