Umwelt
Kaufbeurer Veranstalter ziehen nach dem Jahr der Wälder eine positive Bilanz

Weit über 1000 Menschen haben an den Aktionen der Kaufbeurer Gruppe zum 'Internationalen Jahr der Wälder' teilgenommen, berichteten die Organisatoren bei der Abschlussveranstaltung im neuen Jugendtreff 'Fun Factory' in Neugablonz.

Die Inhalte aus den Einzelveranstaltungen sollten auch in den kommenden Jahren in der Politik und Gesellschaft eine Rolle spielen, empfahl Peter Orendi, Vorsitzender des Bundes Naturschutz in Kaufbeuren.

Das von der UN ausgerufene 'Internationale Jahr der Wälder' wurde in Kaufbeuren mit einem Programm umgesetzt, das vom Bund und dem Arbeitskreis Klimaschutz Kaufbeuren organisiert wurde. Mitveranstalter waren der Stadtjugendring (SJR), die Volkshochschule Kaufbeuren, die Stadtverwaltung sowie der Autorenkreis Allgäu und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF).

Die Auftaktveranstaltung in Kaufbeuren fand sogar Widerklang im Literaturblog der Bayerischen Staatsbibliothek, berichtete Karl Ilgenfritz vom Arbeitskreis. Im weiteren Verlauf wurde der Wald literarisch gewürdigt: 'Ohne Baum wäre Goethe unlesbar.' Zudem gab es Führungen durch die Natur und Veranstaltungen zur ökologischen Bedeutung des Waldes, seiner Flora und Fauna.

Außerdem wurde das Thema historisch betrachtet: Ein Vortrag ging über den Wald bei Steinholz als 'Leidensort' für Zwangsarbeiter, da sich dort eine Außenstelle des KZ Dachau befand. Aber auch spielerisch wurde der Wald zum Beispiel während der Ferienfreizeit des SJR thematisiert.

Der hatte auch einen Malwettbewerb organisiert, dessen Ergebnis nun als Ausstellung in der 'Fun Factory' zu sehen ist. Als 'Leuchtturmprojekt' bezeichnete Ilgenfritz die freiwillige Aufforstung einer Wiese durch einen Landwirt zwischen Germaringen und Kaufbeuren.

Insofern spielte das Thema auch politisch eine Rolle, da einige Veranstalter für die Erhaltung des Waldes in Neugablonz eintraten, von dem ein Teil für den geplanten Reifträgerweg weichen soll: 'In einer Zeit, in der amtliche, öffentliche Planungen immer noch rigorose Abholzungen von Schutzwaldgebieten vorsehen, bekommt dieses Waldprojekt die symbolische Funktion eines Leuchtturmes inmitten einer politischen Landschaft, die sich eigentlich den existenziellen Fragen des Klimaschutzes widmen und im Rahmen dieser auch kommunalen Aufgabe Schutzwälder nicht sinnlos zerstören sollte', meinte Ilgenfritz.

Breites Spektrum

Insgesamt hätten die Aktionen ein breites Informationsspektrum abgedeckt. Wichtig sei nun, dass die Inhalte auch in Zukunft auf staatlichen und kommunalen, politischen und gesellschaftlichen Ebenen zu Überzeugungen führen, die insbesondere die Raum-, Landes-, Regional- und Stadtplanungen beeinflussen sollten, hofft Orendi.

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