Kempten
Katholische Privatschule stößt auf positives Echo

Mit der geplanten Gründung einer katholischen Privatschule hat sich nun auch der Schul- und Kulturausschuss befasst. Schulreferent Benedikt Mayer stellte den aktuellen Stand des Projekts vor und betonte: «Mit dem Genehmigungsverfahren an sich hat die Stadt nichts zu tun.» Man sei zu dem Projekt lediglich gefragt worden, ob Räume im ehemaligen Kloster Lenzfried vermietet würden. Bei den Räten stieß das Vorhaben auf offene Ohren.

Wie berichtet wollen Angehörige der Schönstatt-Bewegung eine Bekenntnisschule in Kempten errichten. Privatschulen wie etwa die Rudolf-Steiner- Schule oder die Aktive Schule ergänzten das öffentliche Schulwesen, erläuterte Mayer. Sie seien frei in der Entscheidung über eine besondere pädagogische oder religiöse Prägung.

Zuständig für die Genehmigung sei die Regierung von Schwaben. Fachliche Nachweise und räumliche Anforderungen würden überprüft. Geachtet werde auf

l Gleichwertigkeit der Lehr- und Erziehungsziele,

l Gleichwertigkeit der Schuleinrichtung, l Gleichwertigkeit der Ausbildung und Stellung der Lehrkräfte im Vergleich zu öffentlichen Schulen.

Zur Finanzierung dürfen die Schulträger ein Schulgeld erheben - allerdings mit Augenmaß: Es dürfe nicht so hoch ausfallen, dass die Einrichtung lediglich Kindern wohlhabender Eltern offenstehe.

Zur Miet-Anfrage für die Räume im Kloster gelten zwei Eckpunkte, sagte Mayer: Die Nutzung durch die Maria-Ward-Schule hat Vorrang; die Initiative muss ein Konzept für die baulichen Maßnahmen vorlegen. Zu klären seien dabei auch Pausenaufenthalt und Sportmöglichkeiten. Das Geld für einen Umbau müsse der künftige Schulträger aufbringen: «Es gibt keinerlei Zuschüsse seitens der Stadt.»

Achten werde man indes darauf, dass durch eine zusätzliche Schule nicht eine der Grundschulen im Stadtgebiet in ihrem Bestand gefährdet würde. Um die benachbarte Konrad-Adenauer-Schule brauche man sich aber wohl keine Sorgen machen, meinte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer: «Dort entsteht mit dem Umbau und dem Anbau der Kindertagesstätte ein innovatives Angebot.»

Gute Wünsche für das Vorhaben

«Ich wünsche der Schule, dass sie Unterstützer findet», meldete sich Thomas Kiechle zu Wort: «Unser Bildungsangebot lebt von der Vielfalt.» Auch Michael Hofer findet es positiv, dass eine Schule mit christlicher Ausrichtung dort entstehen könnte, wo dies eine lange Tradition hat. Er warnte freilich vor Zuständen wie in England oder USA - nur Reiche könnten dort ihre Kinder auf christliche Privatschulen schicken.

Lothar Köster zufolge werde man sich nicht gegen das Projekt stellen, wenn es rechtlich in Ordnung ist. Um andere Schulen ist ihm dabei nicht bang: «Ich traue unseren Grundschulen einiges zu.»

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