Memmingen
Karstadt-Chef: Halte Standort Memmingen für gesichert

Karstadt macht mal wieder Schlagzeilen. Wie berichtet, soll die ums Überleben kämpfende Warenhaus-Kette bis Ende April an einen Investor verkauft werden. Der Memminger Filialgeschäftsführer Robin Trebbe sieht der weiteren Entwicklung mit Optimismus entgegen: Er halte den Standort für gesichert.

Jeder Investor werde darauf schauen, welche der 120 verbliebenen Filialen Geld verdiene, sagt Trebbe. In Memmingen sei dies der Fall. Daneben gebe es weitere Kriterien, die für den Standort sprächen: So habe die Stadt einen hohen Zentralitätsfaktor, berichtet Trebbe. Dies bedeute, dass viele Kunden aus dem Umland nach Memmingen kämen, um hier einzukaufen. Und schließlich müssten im Memminger Haus in absehbarer Zeit keine hohen Investitionen getätigt werden. Bis 2012 gebe es ohnehin eine Bestandsgarantie für die Filiale.

Nach Trebbes Worten hat es anfangs über 50 Interessenten für die Warenhaus-Kette gegeben. Heute seien es noch sechs. Karstadt hatte im Juni 2009 Insolvenz angemeldet. Inzwischen wurden vier herkömmliche Filialen geschlossen und neun Fachhäuser, in denen der Schwerpunkt beispielsweise auf Sportartikeln lag.

Keine Kritik an Parkgebühr

Interessiert verfolgt Trebbe derzeit eine kommunalpolitische Diskussion in Memmingen. Alles deutet darauf hin, dass die erste kostenfreie Stunde in den Parkhäusern gestrichen wird und künftig 50 Cent bezahlt werden müssen. Im Gegensatz zu den Spitzen von Einzelhandelsverband und Werbegemeinschaft Junge Altstadt äußert Trebbe keine Kritik an diesen Plänen: «Niemand aus Babenhausen oder Ottobeuren wird nicht mehr nach Memmingen fahren, nur weil er 50 Cent bezahlen muss. Ich sehe hier keinen Nachteil für den Standort.» Der Memminger Einzelhandel habe ein gutes Angebot, da seien die Kunden auch bereit, eine Parkgebühr zu bezahlen, so Trebbe. Zudem müsse man sehen, dass die veranschlagten Mehreinnahme von 200000 Euro für die Stadt «eine Menge Geld» sei.

Der Filialgeschäftsführer hat ganz frische Erfahrungen mit diesem Thema. Im Karstadt-Parkhaus, das ein Externer betreibt, ist die erste Stunde seit Anfang des Monats nicht mehr kostenfrei. «Die Zahl der Parker ist nicht rückläufig und es hat kaum Beschwerden gegeben», berichtet Trebbe.

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