Glaubensfest
Kardinal Marx zelebriert in Kaufbeuren Gottesdienst zu Ehren der heiligen Crescentia

Ein Festgottesdienst mit dem Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx in der Kaufbeurer Stadtpfarrkirche St. Martin bildete am gestrigen Sonntag den Höhepunkt des Glaubenfestes in der Wertachtstadt. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird dort heuer das 750-jährige Bestehen des Klosters (siehe Info-Kasten) sowie der zehnte Jahrestag der Heiligsprechung der Crescentia begangen.

Marx zelebrierte das Pontifikalamt zusammen mit rund 20 Geistlichen in dem voll besetzten Gotteshaus, wo auch zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und Dutzende Fahnenabordnungen der Kaufbeurer Stadtpatronin und ihrem Kloster die Ehre erwiesen. In seiner Predigt rief Marx dazu auf, wie die Apostel oder auch die heilige Crescentia aus der Auferstehung Christi Kraft und Orientierung für ein wirkliches «Leben in Fülle» zu schöpfen. Ein gelungenes Leben sei nicht eines, in dem ein Maximum an Freiheit ausgelebt wird, sondern eines, «das Christus zum Maßstab nimmt». Das klösterliche Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam oder auch die Ehelosigkeit der Priester seien keine altmodischen, einengenden Vorschriften, sondern «befreiende Zeichen». Der Münchner Erzbischof empfahl, die Kaufbeurer Heilige, die vielen Zeitgenossen als Ratgeberin half, auch heute als Fürsprecherin anzurufen.

Denn die ihr eigene Kombination aus Frömmigkeit und Klugheit sei bis in die Gegenwart vorbildlich. Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen in er langen Prozession durch die Stadt zum Crescentiakloster, wo Marx vor dem Grab der Heiligen eine Andacht hielt.

Den Auftakt zum Festwochenende bildete am Freitagabend ein Sternmarsch von rund 300 Kaufbeurer Musikern zum Kloster, wo sie die Schwestern und Hunderte von Zuschauern mit musikalischen Glückwünschen erfreuten.

Beim Festakt am Samstagabend im voll besetzten Stadtsaal würdigten die Redner das soziale Engagement der Kaufbeurer Klosterschwestern in ihrer langen Geschichte. Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier bescheinigte dem Kloster Widerstandskraft, Heiligkeit und Spiritualität. Die bayerische Justizministerin Dr.

Beate Merk stellte vor allem die Leistungen der Schwestern im Bereich Bildung heraus. Bereits seit 1831 unterrichten die Klosterfrauen Mädchen. Inzwischen sind daraus die beiden Marienschulen entstanden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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