Würdigung
Kammerpräsident zeichnet selbstständige Meister aus

Die Kreishandwerkerschaft Kaufbeuren hatte langjährig selbstständige Handwerksmeister für die Verleihung des Goldenen Meisterbriefes und treue ehrenamtlich Tätige zur Verleihung einer Ehrenurkunde oder einer Silbernen Ehrennadel in den Kolpingsaal eingeladen. Kammerpräsident Jürgen Schmid und Kreishandwerksmeister Robert Klauer würdigten die Verdienste und übergaben Urkunden und Ehrennadeln.

Wie andere Lebensbereiche auch, können die Innungen ihre vielfältigen öffentlichen Arbeiten nur durch ehrenamtliche Mitarbeit zum Wohl der Handwerkerschaft und der Gesellschaft erfüllen, so Klauer.

Diese Ehrenamtlichen seien Mitglieder in Ausschüssen der Berufsausbildung, der Gesellen- und Meisterprüfungen, Rechnungsprüfer der Innungen oder aber der Vorstandschaften von Innungen. Als wichtigen Anreiz sieht Klauer, dass diese Leistungen in der Familie der Handwerkerschaft auch öffentlich gewürdigt werden, um den hohen Stellenwert dieser Leistungen zu dokumentieren.

Auch für Schmid ist die Ehrung verdienter Persönlichkeiten stets wichtig, lautet doch seine Prämisse: 'Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.' So stellt Schmid fest, dass Leistung, auch ehrenamtliche Leistung, immer mit Verantwortung einhergehe. Ehrenamt betitelt er als den 'Kitt der Gesellschaft', der flexibel alles zusammenhält, verbindet und anpassungsfähig ist, ohne jedoch loszulassen. Diese Eigenschaften sieht er in allen Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren.

Sicherung von Fachkräften

Schmid betonte die anstehende gewaltige Arbeit zur Sicherung von Fachkräften im Handwerk. Er gab einen kurzen Abriss über den geplanten Neu- und Ausbau von Werkstätten in Augsburg mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro, darunter ein Berufsbildungs- und Technologiezentrum, in dem die Nachwuchskräfte ihr berufliches Rüstzeug für die nähere Zukunft erlernen können.

Als weitere Herausforderung für die Menschheit und insbesondere auch für das Handwerk bezeichnete Schmid die Energiewende und den Klimaschutz. Bei den vorgestellten ehrgeizigen Energie-Effizienz-Zielen der Politik komme niemand am Handwerk vorbei.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse zitierte Alfred Dregger, wonach der Reichtum nicht die Mundwerker, sondern die Handwerker sind. Er sieht trotz schwieriger Lage wegen der Schließung des Bundeswehrstandortes Kaufbeuren und der prekären Krankenhaussituation rege Bautätigkeit in Kaufbeuren, sodass sichtbar werde, dass es vorwärtsgehe.

Er richtete einen Appell an die Handwerkerschaft, Arbeitskräfte der Bundeswehr und der Standortverwaltung als wertvolle Mitarbeiter in die Firmen aufzunehmen, sodass diese als Fachkräfte auch weiterhin in der Region zur Verfügung stünden. Das Handwerk biete der heranwachsenden Generation durch viele Lehrstellen eine Zukunftsperspektive. Umrahmt wurde die Ehrungsveranstaltung musikalisch durch die Kaltentaler Brauhausmusikanten.

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