Füssen
Kalter Dreh für Heissmann-Show

Wenn Volker Heissmann Fürth sagt, dann klingt das wie Pferd ohne P und fast ohne r. Von Fürth kam der Franke gestern in aller Herrgottsfrüh, nach Fürth fuhr er gestern Nachmittag zurück. «Hädd er was gscheids glernd», wäre Volker Heissmann diese Fahrerei erspart geblieben. Aber als Urkomiker und Kabarettist, «weltbekannt» als «Mariechen» hat man halt im eigenen Theater in Fürth an der Seite seines Partners «Waltraud» Martin Rassau gewisse Verpflichtungen. Deshalb muss man den Außendreh mit dem Bayerischen Fernsehen am Festspielhaus für die Show «Das ist Heiss-Mann!» ebendort am kommenden Mittwoch dazwischen schieben.

Stress ist das trotzdem nicht für den 40-Jährigen, im Gegenteil: «Bei solchen Sachen wie den Fernsehaufnahmen für die Show kann ich schon Kraft schöpfen. Das ist alles etwas ruhiger und entspannter als Live auf der Bühne.» Denn bei den Solo-Abenden, den Auftritten mit Partner Rassau, den anderen Verpflichtungen und Auftritten bleibt nicht viel Freizeit.

Trotzdem ist die Bühne im Endeffekt schöner für Volker Heissmann, «denn da hat man den direkten Draht zum Publikum». Er hofft, dass das Festspielhaus am Mittwoch voll wird. Im Ohnsorg-Theater in Hamburg gings ja auch: «400 Leud saßen da und ham sich weggschmissen vor Lachen. Das war sensationell.

» Und - so der bekennende Franke: «Die hamm alls verstanden.» Deshalb schätzt er, dass auch die Allgäuer alles verstehen werden, was da am Mittwoch über die Bühne geht.

«Das ist Heiss-Mann!» hat sich gut etabliert im deutschen Comedy-Zirkus. Heissmann und die Crew vom BR suchen immer andere Drehorte aus mit anderen Themen. Diesmal gehts um Urlaub und Tourismus, um Souvenirs und Rummel. Ludwig und Neuschwanstein lagen nahe, das Festspielhaus noch näher. «Ich war ja schon ammal da, bei der Premiere von Ludwig². Schad, dass es das nicht mehr gibt.» Auftreten wollten er und Martin Rassau auch schon mal im Festspielhaus. Aber da kam die Insolvenz dazwischen. So sind sie über den Lech nach Schwangau ausgewichen.

Der Lech beziehungsweise der Forggensee musste dann gestern auch dienen: als «Karibik», auf die man mit dem Forggenseeschiff fährt. Das Wetter entsprach keineswegs dem Titel der Show: Kalt wars, Mann. Unter Heissmanns dicker Trachtenjacke kommt ein geblümtes Sommerhemd zu Tage. Redakteurin Sabine Boueke-Loosen ist besorgt. «Ich habe noch einen zitronengelben Pulli dabei, den ziehe ich drüber. Und die Perücke wärmt ja auch», beruhigt er sie. Dazu blitzen seine Augen zwischen leuchtendrosaroten Brillenbügeln. Und irgendwie hat man das Gefühl, dass Volker Heissmann schon lang wieder spielt. Aber so war er ja schon als Kind.

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