Kempten
Junge Musiker spielen virtuos

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Die Konzerte der Sing- und Musikschule Kempten haben besonderen Charme, wie das Abschlusskonzert der «Instrumentalabteilung» im voll besetzten Kemptener Kornhaus wiederum zeigte. Das Jugendblasorchester leitete den Abend ein mit einem flotten Stück des zeitgenössischen englischen Komponisten Philip Sparke, das sehr sauber und rhythmisch exakt gespielt wurde. Eine Schärfung der synkopischen und dynamischen Struktur wäre allerdings noch denkbar. Unter den solistischen Beiträgen ragten die von Katrin Hirnbein (Violine) mit der bekannten «Havanaise» von Saint-Saëns und Stephan Buchmiller (Violoncello) besonders heraus. Hirnbein spielte das romantische Bravourstück völlig frei und überraschte mit souveränem Spiel über alle Klippen, die das Violinspiel schwierig machen. Buchmüller, dem Publikum bereits als mitreißender Cellist bekannt, nutzte die Gelegenheit zum perfekten Vortrag eines virtuosen Cello-Konzerts.

Es folgte eine Wendung in die Barockzeit, die von Verena Beyrer mit einer reizvollen Sopran-Arie von Antonio Lotti eingeleitet wurde, sensibel begleitet von Julia Schmidt am Klavier. Die heikle f-Moll-Sonate für Fagott und Basso continuo (Cembalo wäre noch schöner gewesen als Klavier) von Telemann wurde sehr sauber und musikalisch vorgetragen von Julian Zeller. Energisch («allegro energico») ging es voran mit dem c-Moll-(Klavier-)Trio von Johannes Brahms, das ausgezeichnet und stimmlich gut austariert von Julia Schmidt (Klavier), Katrin Hirnbein (Violine) und Valerie Goettgens (Cello) präsentiert wurde.

Souveräner Vortrag

Franz Mader am Klavier folgte mit einem souveränen Vortrag des berühmten Präludiums von Rachmaninoff, an dessen Beginn massige Akkorde stehen und das im weiteren Verlauf dem Pianisten schwierige Sprünge abverlangt. Ein eindrucksvolles, launiges Zwischenspiel für Trommel solo gab Silvan Strauß, der hochkonzentriert Wirbel an Wirbel reihte. Vor der Pause war der flotte Sound der BigBand zu hören, wobei Silke Sommer als Sängerin den Klassiker «Fever» kribbelnd vortrug. Eine Fantasie für Trompete wurde schön gestaltet von Harald Laidorf.

Mit einer fetzigen «Samba» beendete das Jugendsinfonieorchester das gelungene Konzert, im Rahmen dessen der Vorsitzende des Fördervereins, Wilhelm F. Ceelen, Preisträger des Wettbewerbs «Jugend musiziert» und des Europäischen Malwettbewerbs ehrte.

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