Kempten
Jung und gut

Eine reizvolle innere Logik hatte das Programm des Orgelkonzerts in der Kemptener Basilika St. Lorenz. Der junge Organist Dominik Bernhard setzte die von Benedikt Bonelli wieder aufgenommenen Orgelkonzerte mit Werken aus Barock und Romantik fort. Dazwischen platzierte er eine Choral-Passacaglia von Karl Höller. Der junge Münchener Organist hat offensichtlich festgestellt, dass Höller bislang «sträflich vernachlässigt wurde» (Wolff Kalipp).

Auf den Chororgeln erklang, flott gespielt, zunächst «Präludium und Fuge D-Dur» (BWV 532) von Bach. Bernhard nutzte dieses Paradestück, um seine virtuosen Fähigkeiten zu beweisen. Es folgten Variationen über ein französisches Lied des frühbarocken Meisters Pieterszon Sweelinck. Ein gefälliges Werk, das Bernhard abwechslungsreich registrierte. Nach dem Umzug auf die Hauptorgel, erklangen die vier «Skizzen für den Pedalflügel» von Schumann. Das originelle Werk wurde gut gestaltet, wobei Bernhard die Anweisung «sehr markiert» besonders beachtete. Aber auch die herrlich romantischen Modulationen und das Wechselspiel von Läufen und Akkorden waren eine Freude.

Höllers Passacaglia zum Choral «Die Sonn´ hat sich mit ihrem Glanz gewendet», eine wunderbare tonmalerische Komposition mit Abschnitten von elegischer Ruhe aber auch mächtigen Klanggebilden, interpretierte Bernhard kenntnisreich. Das Konzert endete mit der «Sonata V in D-Dur» von Felix Mendelssohn Bartholdy. (pes)

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