Westendorf
Jung, einheimisch, siegeshungrig

Den Start in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd hatten sich die Ringer des TSV Westendorf anders vorgestellt. Nach zwei Auftaktniederlagen wollen die Ostallgäuer nun am morgigen Samstag beim ersten Heimkampf ein Zeichen setzen. Um 19.30 Uhr ist der TSV Benningen im Bürgerhaus Alpenblick zu Gast. Wir haben vorher die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Die Mannschaft: Mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren dürfte der TSV erneut das jüngste Team der Liga stellen. Neun von 15 Ringern sind unter 20 Jahre alt. Bis auf die Ausländer Ali Shenol, Micheil Tsikovani und György Rizmajer stammen alle aus der großen Westendorfer Talentschmiede. Durch systematische und leistungsbezogene Arbeit im Nachwuchsbereich stoßen immer wieder top ausgebildete junge Ringer zum Team.

Die Neuzugänge: In der Schwergewichtsklasse im griechisch-römischen Stil musste der TSV vorige Saison improvisieren und öfter die Punkte kampflos abgeben. Nun hat Westendorf mit dem Ungarn György Rizmajer ein Talent für diese Position gefunden. Der 19-Jährige war Dritter der Junioren-EM, Fünfter der Junioren-WM und gewann die ersten beiden Kämpfe. «Er sieht das Engagement bei uns als Sprungbrett für die erste Liga», sagt der zweite Vorsitzende Hubert Heiß.

Die Stars: Rizmajer hat möglicherweise das Zeug dazu, Philipp Heiß und Ali Shenol sind es schon. In der Rangliste aller Ringer der 2.Bundesliga Süd landeten die beiden Westendorfer in der vergangenen Saison auf den Rängen eins und zwei. Heiß ist seit über zwei Jahren ungeschlagen und will die Serie natürlich fortsetzen. «Wenn er das heuer wieder schafft, wovon ich ausgehe, müssen wir uns gewaltig etwas überlegen, wie wir ihm dafür danken», beschreibt Trainer Bernhard Hofmann.

Die fleißigen Punktesammler: «Wir haben keine Ausfälle oder Lückenbüßer im Team», sagt Hubert Heiß. Deshalb sei jeder fähig, zu Zählern beizutragen. Besonders fleißig waren vorige Saison die Jungstars Steve Masuch (17 Jahre) mit elf sowie Max Goßner (19) und Christian Stühle (20) mit je sieben Siegen. Einziges Sorgenkind ist derzeit Tsikovani. Im Vorjahr noch ein Sieggarant enttäuschte er bisher und ließ es an der Fitness vermissen.

Der Trainer: Bernhard Hofmann (30) landete in seinem Premierenjahr als Chefcoach mit seinem Team auf dem siebten Platz. Ihm zur Seite stehen die Co-Trainer Philipp Heiß und Bernd Nothelfer.

Das Saisonziel: «Angesichts der Stärke der Liga müssen wir mit dem Klassenerhalt zufrieden sein», sagt Hofmann. Das Aufrüsten bei anderen Klubs hält munter an, sodass sich in schöner Regelmäßigkeit am Ende der Saison einige Vereine aus finanziellen Gründen wieder verabschieden müssen. Die Entscheidung hin zu drei Ausländern sei eine «Sicherung der eigenen Jungs», so Hofmann. Nur wenn der TSV die Liga halte, könnten sich Talente auf entsprechendem Niveau entwickeln.

Der erste Heimgegner: Benningen galt zwar nach Topfavorit Adelhausen als Geheimfavorit, hat aber zuletzt gegen Viernheim verloren - wie auch der TSV am ersten Kampftag. «Mit der Unterstützung unserer großartigen Zuschauer sind wir bestimmt nicht chancenlos», sagt Hofmann.

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