Immenstadt
Julius-Kunert-Straße 2010 für vier Wochen voll gesperrt

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Um den Straßenbelag zu erneuern und marode Kanalrohre zu sanieren oder zu erneuern, wird die Julius-Kunert-Straße in Immenstadt ab 15. März für vier Wochen voll gesperrt. Insgesamt dauert die Baumaßnahme auf einer Länge von 800 Metern laut Immenstadts Tiefbauamtsleiter Christoph Deutscher voraussichtlich bis Mitte November.

«In den Pfingstferien und der Sommerreisezeit ist die Bundesstraße aber in beiden Richtungen für sämtlichen Verkehr frei», kündigt Deutscher an. In drei Zeitabschnitten (siehe Infokasten) werde der Verkehr entsprechend umgeleitet.

Laut Bürgermeister Armin Schaupp hat der Bund als Straßenbaulastträger bereits im vergangenen Jahr gegenüber der Stadtverwaltung die Absicht geäußert, die Asphaltdecke der Bundesstraße zu erneuern. «Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und das Verkehrsnetz langfristig aufrechtzuerhalten, müssen die in der Straße vorhandenen Risse, Spurrinnen und Verdrückungen beseitigt werden», erläutert Josef Vögel, Planungsleiter für die Landkreise Oberallgäu und Lindau im Staatlichen Bauamt Kempten. Nach einer Untersuchung durch einen Geologen habe sich schließlich herausgestellt, dass auch der Unterbau sanierungsbedürftig sei.

Deshalb wird die Fahrbahn nun von Grund auf erneuert. Zusätzlich wird der südseitige Gehweg zu einem Geh- und Radweg ausgebaut.

Daraufhin hat die Stadt laut Bürgermeister Schaupp Wasserleitungen und Abwasserkanäle überprüfen lassen. Das Ingenieurbüro Ammann und Bäumler aus Börwang machte dazu Filmaufnahmen im Inneren der Kanäle und stellte dabei «gravierende Mängel in beiden Leitungssystemen fest», erklärt der Rathauschef.

Beton wird durch Stahl ersetzt

«Unsere Aufnahmen zeigen, dass in den Betonkanälen aus den 1920er Jahren Rohrstücke teilweise komplett fehlen, Rohrverbindungen stark undicht sind oder mit einem Abstand von mehreren Zentimetern auseinanderklaffen», beschreibt Dieter Ammann die Ergebnisse. Demnach seien Sofortmaßnahmen notwendig, die jetzt vorbereitet werden.

Die vorhandenen Betonkanäle genügen laut Ammann heutigen Anforderungen nicht mehr. Sie werden durch Stahlbeton ersetzt.

Die Rohrsanierung kostet laut Bürgermeister rund 1,7 Millionen: «Das schmerzt angesichts der zu erwartenden Neuverschuldung der Stadt.» Doch es bestehe Handlungspflicht.

Der Rathauschef sieht zwei Optionen: Sollte die Asphalterneuerung um ein Jahr aufgeschoben werden, könnten die Kanäle punktuell erneuert werden: «Allerdings sind die Leitungen so marode, dass sie sowieso gemacht werden müssen.»

Impuls kündigt Aktionen an

Zweite Möglichkeit sei, «alles jetzt komplett in Ordnung zu bringen.» Um die Beeinträchtigungen für die Firma Kunert, den Einzelhandel, die Feierlichkeiten rund um das 650-jährige Bestehen der Stadt und die Triathlon-WM in Grenzen zu halten, sei ein «detaillierter Zeitplan» ausgearbeitet worden.

Joachim Jürschick, Vorsitzender der Immenstädter Arbeitsgemeinschaft pulsierendes Immenstadt (Impuls), sagt: «Wir würden es sehr bedauern, wenn im Jahr des Stadtjubiläums und anderer Feste eine so wichtige Straße beeinträchtigt ist.» Impuls wolle mit Aktionen versuchen, die Attraktivität der Einkaufsstadt Immenstadt trotzdem aufrecht zu erhalten.

Bürgerinformation: Zum genauen Bauablauf findet am Mittwoch, 9. Dezember, um 19 Uhr eine Bürgerinformation in der Hofgarten-Stadthalle statt. Eine Zweite mit der Baufirma ist im März geplant.

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