Dorferneuerung
Jugendliche träumen von einem «Palma de Sulzberg»

«Palma de Sulzberg» mit Liegestühlen und Palmen am Dorfbach? Ein stattliches Dorfzentrum mit Brunnen, flankiert von einladenden Tischen? Das und vieles mehr skizzierten 14 Jugendliche beim Jugendworkshop, den die Gemeinde zur Dorferneuerung initiiert hatte. Natürlich durften auf den Filzstiftzeichnungen ein Eiscafé oder eine Bar nicht fehlen, denn von gepflegten Treffmöglichkeiten träumen die Zwölf- bis 20-Jährigen selbstverständlich auch. «A bisserl visionär» sollte es nach Vorgabe von Professor Lothar Zettler zugehen.

Er, der Betreuer vieler Dorferneuerungsprojekte in der Region, staunte aber nicht schlecht, was die jungen Menschen mit dem Stichwort << Heimatgemeinde >> verbinden. Es sei toll, in Sulzberg zu leben, schwärmten die Jugendlichen. Viel Lebensqualität habe man da, und Beispiele dafür gaben sie reichlich: Für Kinder und Jugendliche werde schon viel getan, sogar eine große Jugendfreizeitanlage gebe es. Auch Spaß könne man haben, und der Hinweis aufs bevorstehende Dorffest kam spontan. Der << Öschlerun >> sei sportlich und gesellig zugleich, überhaupt finde man das Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft gut.

Gewässer mehr einbinden

<< All das muss uns ja nicht hindern, über weitere Fortschritte nachzudenken >>, sagte der 20-jährige Christian Scharpf. Eine Natursteintreppe zum Dorfbach hinunter wie in Durach könne er sich vorstellen. Überhaupt solle man das Gewässer attraktiver ins Zentrum einbinden, waren sich die Jugendlichen einig. Weiter war die Rede davon, sich selber sozial einzubringen. So kann sich Bianca Forstmaier vorstellen, dass Jugendliche beim örtlichen Seniorenzentrum vorstellig werden.

Ein Problem ist laut Bürgermeister Thomas Hartmann nie zur Gänze lösbar: das der öffentlichen Fahrgelegenheiten - gerade auch am Wochenende, weil dies wirtschaftlich nicht darstellbar sei. Allerdings denke man immer über bessere Lösungen nach. Ein weiterer Punkt waren die gelegentlichen Klagen über Ruhestörungen etwa durch Musik im Jugendheim.

Da bedürfe es wohl noch mehr Toleranz auf beiden Seiten, ließ man verlauten.

Klaus Schiebel vom Dorferneuerungs-Arbeitskreis << Soziales >> bat die Jugendlichen, in die nächste Sitzung zu kommen, um die << Ideenschmiede >> zu bereichern. Mehrere junge Sulzberger sagten sofort zu. Denn in gemeindliche Angelegenheiten eingebunden zu werden, das finden sie schon << toll >>.

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