Kempten-St. Mang
Jugend am (Kunst-)Werk

In seiner wilden Sprüherzeit hat Loomit schon mal für ein paar Tage Gefängnisluft schnuppern müssen. Darüber kann der Graffiti-Künstler heute nur schmunzeln. Völlig legal leitete der 41-jährige mit seinem Kollegen Lando (35) am Wochenende einen Workshop für junge Leute in Sankt Mang. In Teamarbeit verschönerte die sechsköpfige Gruppe eine Lagerhallenwand am Spielpark in der Magnusstraße. Auf 50 Metern Breite prangt dort nun der fetzige Schriftzug «Sankt Mang - wave in the park:»

Illegal sprühen - das war für Dominik Ulters (Pseudonym Dozey) noch nie Thema. Wo es die Polizei erlaubt, geht der 28-jährige seinem Hobby nach. Etwa an der Unterführung am Hauptbahnhof. Der Kreativität freien Lauf ließ der Sonthofener jetzt auch an der Wellblechfläche des Elektroschmelzwerkes - bei einer Aktion des Stadtjugendrings im Rahmen des Förderprogramms «Stärken vor Ort».

Begeistert zeigte sich Dozey, dass seine Ideen mit in das Kunstwerk eingeflossen sind. «Der Kreativität wurde keine Grenze gesetzt, was die Sache umso spannender macht», meinte er. Und natürlich sei es etwas Besonderes, bei Kapazitäten wie Loomit und Lando lernen zu dürfen. Sprach's und sprühte drauflos, bis ein Basketballspieler Gestalt annahm, den er selbst entworfen hat.

Ebenfalls eifrig bei der Sache waren die Kemptener Kevin Merk (16) und Marcel Pester (17). Der 16-jährige Kevin Kunisch hat sich zum ersten Mal in Graffiti-Malerei versucht. «Macht echt Spaß», versicherte er. Im Rahmen der Projektarbeit hatten sich die Teilnehmer gemeinsam für den Entwurf entschieden. Heraus kam ein dreidimemensionaler Schriftzug, ausgefüllt mit bunter Allgäuer Landschaft sowie einem Basketball- und einem Fußballfeld. Ergänzt werden die Buchstaben von einem Basketballspieler und einem Kicker.

Mit Rat und Tat begleiteten die Profis Loomit und Lando alias Mathias Köhler und Melander Holzapfel die Arbeit des Nachwuchses. Dem Künstlerduo war vor allem wichtig, dass die Jugendlichen ihre Ideen im Werk wiederfinden. Nicht zuletzt legten sie Wert darauf, dass zum Schutz vor Dämpfen mit Atemschutz gearbeitet wurde.

Übrigens: Loomit, einst von der Polizei auf frischer Tat ertappt, übt seine Kunst heute hauptberuflich aus.

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