Jubeljahr endet mit einem gemeinsamen Dank

Obergünzburg | db | Wie es begonnen hatte, so fand das Jubiläumsjahr zur 600-Jahr-Feier der Markterhebung Obergünzburgs auch seinen Abschluss mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. In dem sehr gut besuchten Gotteshaus, dessen umfassende Renovierung im vergangenen Jahr ebenfalls abgeschlossen wurde, erinnerten sowohl die beiden Geistlichen, Pfarrer Johannes Huber und Pastor Friedrich Martin, als auch Bürgermeister Lars Leveringhaus an die vielen Veranstaltungen und Festlichkeiten anlässlich des Gedenkens an das für die Günztalgemeinde bedeutsame historische Ereignis vor sechs Jahrhunderten.

Den Auftakt des Gottesdienstes, an dem auch die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine teilnahmen, bildete eine festliche Ouvertüre zu einer Oper, eindrucksvoll intoniert von der Jugendkapelle Obergünzburg. Auch das Jahr, sagte Pfarrer Huber, gestalte sich zumeist wie eine Oper mit mancherlei Aufführungen. Im zu Ende gegangenen Jubeljahr habe sich gezeigt, dass gemeinsame Aufgaben die Menschen verbinden. Wie dankbar man Gott dafür sei, brachten er sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Erna Mödl und Kirchenvorstand Dr. Günter Räder im gemeinsamen Dankesruf zum Ausdruck.

Was diese Verbundenheit aller Bürger - im Zentralort und den Ortsteilen - zustande brachte, zeigte Bürgermeister Leveringhaus mit einer Auswahl Lichtbilder von den Festlichkeiten, Umzügen und Rahmenveranstaltungen zur 600-Jahr-Feier, die mit einem Festwochenende und einem großartigen Umzug im August ihren Höhepunkt fand. Dazu seien Tausende von Menschen aus Nah und Fern in die Marktgemeinde gekommen.

Die Erinnerung werde alle Beteiligten noch lange miteinander verbinden, war sich der Rathauschef sicher. Für all die Arbeit dankte Leveringhaus dem Organisationsteam, den Vereinen, Gruppierungen, Firmen, Einzelpersonen und besonders seinem Amtsvorgänger Herbert Schmid, der die Vorbereitungen an das Gedenken an die 600 Jahre alte Tradition Obergünzburgs als Markt- und Handelsstandort und den Start dazu einleitete.

Besondere Begegnungen

Auch Pfarrer Martin hob den Ereignisreichtum hervor, zu dem noch die Feier zum 70-jährigen Bestehen der Elisabethenkirche kam. Für jeden Einzelnen habe es zudem herausragende persönliche Begebenheiten gegeben. Ein solches Ereignis bildete auch die Grundlage zu seiner Predigt: die Begegnung von Moses mit Gott, der sich ihm als brennender, aber nicht verbrennender Dornbusch offenbarte. Mit den Festlichkeiten, bei dem die Historie des Ortes vergegenwärtigt wurde, sei auch die Geschichte Obergünzburgs weiter geschrieben worden.

Für die festliche Gestaltung des Gottesdienstes der beiden großen christlichen Konfessionen erhielten die jungen Musiker, die am Ende noch ein besonders großartiges Stück zu Gehör brachten, wohlverdienten Applaus von den Kirchgängern.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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