Herbst
Jetzt wirds Zeit: Das Allgäu macht die Gärten winterfest

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Die Tage werden kurz, das Wetter wird durchwachsen. Alle Gartenfreunde im Allgäu nutzen jetzt die letzten schönen Herbsttage, um ihre Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.

Für Manfred Keppeler von den Bayerischen Kleingärtnern e.V. in Kempten ist der Herbst eine ganz wichtige Zeit. Wie viele andere Kleingärtner im Allgäu hegt und pflegt er in diesen Wochen seinen Garten. Er achtet besonders darauf, dass bestimmte Pflanzen den Winter über abgedeckt sind. Beete beispielsweise kann man mit einer luftdurchlässigen Plastikplane schützen.

Sträucher schneiden ist auch im Herbst am besten, ebenso wie Bäume, weil der Saft ja zurückgeht und dadurch die Schnittflächen nicht ausbluten können, so Keppeler. Dabei sollte man darauf achten, dass man die steil wachsenden Triebe herausschneidet und dass der Baum eine lichte Krone bekommt. Das verhindert den Pilzansatz und fördert die Blüte - das ist besonders bei Obstbäumen wichtig, denn die sollen im nächsten Jahr wieder ordentlich viele Früchte ausbilden können.

Manche Pflanzen und Sträucher kann man auch richtiggehend einpacken. Manfred Keppeler packt seinen Eibisch in eine Art Bastmatten ein. Das hält das Gewächs bei Frost relativ geschützt. Wer möchte, kann seine Pflanzen auch mit Nadelreisig vor den Minustemperaturen schützen. Sein Geheimtipp für Gemüsebeete: Nicht brachliegen lassen, sondern mit einer Grünsaat ansäen, dadurch bildet sich eine Bodenabdeckung und die Nährstoffe bleiben im Boden.

Alle nicht winterharten Pflanzen (Dahlien, Gladiolen etc.) gräbt der Vorsitzende der Kemptener Kleingärtner vorsichtshalber aus. Sie überwintern gut gelagert im Gartenhäuschen und werden erst im Frühjahr wieder eingepflanzt. In den Boden dürfen im Herbst dagegen Tulpen und Narzissen-Zwiebeln. Grund: Sie sprießen mit als erste Frühjahrsblüher und vertragen einen Winter im Allgäu problemlos.

Auch den Rasen bereitet Keppeler auf den Winter vor. Etwa Mitte Oktober mäht der passionierte Kleingärtner ein letztes Mal das Grün, allerdings lässt er das Gras dabei einige Zentimeter länger als im Sommer. "So kommt er gut durch den Winter", sagt der 62-Jährige.

Manfred Keppeler kümmert sich aber nicht nur um seine Pflanzen. Jetzt - vor dem Winter - denkt er auch an "die vielen kleinen und etwas größeren Helfer". Gemeint sind damit die Vögel, denen er zwei Vogelhäuschen aufgestellt hat und die er im Winter mit Futter versorgt.

Den Herbst verbringt Keppeler aber nicht nur mit Wintervorbereitungen. Er bekommt jetzt auch den Lohn der letzten Monate. An seinem üppigen Apfelbaum wachsen saftige, tiefrote Äpfel und im Gemüsebeet Mangold. Ein paar Meter weiter warten gelbe Quitten auf die Ernte. Letzere werden von Keppelers Frau zu Gelee verarbeitet. "Für die Wintermonate", sagt der 62-Jährige und widmet sich dann wieder den letzten Gartenarbeiten in diesem Jahr.

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