Roßhaupten
Jetzt gehts um die Wurst

In Roßhaupten geht es jetzt im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst: Nur noch knapp eine Woche, dann will die Metzgerei Kaufmann nach fünfwöchigem Umbau am Donnerstag wiedereröffnen. In der Zwischenzeit haben zahlreiche heimische Handwerker den Laden neu gestaltet und durch den Einbau großer Fenster für helle Verkaufsräume gesorgt.

«Wir wollten einfach was Neues», erklärt Chef Richard Kaufmann, warum nach 25 Jahren die Metzgerei generalüberholt wurde. Stolz zeigt der 54-Jährige auf den Anbau, der einem Wintergarten ähnelt. Hier wird an Tischen bald ein Mittagsmenü serviert. «Wir haben das gemacht, weil heute viele berufstätig sind und am Mittag nicht immer die Zeit haben, sich einen Schweinebraten zu machen», erläutert der Metzgermeister. Auch Sohn Andreas ist von der Notwendigkeit des Umbaus überzeugt. Als Metzgermeister und Betriebswirt weiß er, wie wichtig Investitionen sind: «Viele Metzgereien haben schon einen Imbiss, das war für uns bislang ein Nachteil», sagt der 29-Jährige.

Doch warum investiert ein Familienunternehmen, das es seit rund 110 Jahren gibt, ausgerechnet in einer Wirtschaftskrise? «Wir wurden von der Krise nur leicht gestreift, denn zum Essen braucht man eben immer was», verrät Kaufmann. Zudem müsse man auch in schwierigen Zeiten am Ball bleiben - «wir investieren eigentlich dauernd», so Kaufmann, der neben seinem Stammsitz in Roßhaupten mit Schlachtung auch noch Filialen in Rieden am Forggensee und Bidingen unterhält.

Jetzt sind die Kaufmanns erst einmal froh, wenn alles vorbei ist und das Provisorium mit dem Imbisswagen neben der Metzgerei ein Ende hat. «Die letzten Wochen war es saukalt. Aber die Damen haben im Wagen gut durchgehalten und auch die Kunden sind uns treu geblieben», freut sich der Chef. Das langeWarten hat sich aber gelohnt, sind sich Kaufmann Senior und Junior einig. Schließlich hätten später alle mehr Platz im neuen Laden.

Rund 40 Schweine und zehn Rinder aus der Region verarbeitet die Metzgerei pro Woche - ein Ort also, den Vegetarier besser meiden sollten? Weit gefehlt, versichern die beiden Metzger: Schließlich gebe es eine Käsetheke und als Mittagsmenü stünden auch schon mal Kartoffelgratin oder Süßspeisen auf der Karte. (ff)

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