Marktoberdorf
«Jedes einzelne Haus ist wichtig»

Impulse für die Sanierung von Häusern sollte der Abend geben, der unter dem Titel «Mein Haus putzt sich heraus» stattfand. Eingeladen hatte die Interessengemeinschaft «Mitten in Marktoberdorf» (MIT), deren Ziel eine florierende und lebendige Innenstadt ist. Dazu gehört auch das Erscheinungsbild der Fassaden. «Wir wollen eine Stadt, in der man sieht, dass die Bürger sie lieben», meinte der MIT-Vorsitzende Dr. Wolfgang Hell zur Einführung. Unter dem Motto «Substanz als Chance» stellte der Kaufbeurener Architekt Klaus Kehrbaum einige Musterbeispiele vor, wie aus älteren Gebäuden wahre Schmuckstücke werden können. Jedes einzelne Haus ist wichtig», wenn es um das Erscheinungsbild eines Ortes gehe, stellte er heraus. Mögliche Finanzierungen auch mit Hilfe von staatlichen Geldern erläuterte Theo Bickel von der VR-Bank.

Wie eine vorbildliche Sanierung aussehen kann, ist in Marktoberdorf zum Beispiel an der Eberle-Kögl- Straße zu sehen. Petra und Andreas Wachter haben dafür in diesem Jahr den Emmi-Fendt-Preis in der Kategorie «Industrie- und Gewerbebau Renovierung» erhalten.

Andreas Wachter erläuterte seine Beweggründe, in den Altbau investiert zu haben: «Zur Attraktivität von Städten gehört auch die Attraktivität von Häusern und Plätzen. Das erhöht die Frequenz.» Bewusst hätten sich er und seine Frau dafür entschieden, in der Innenstadt bleiben zu wollen und nicht ins Grüne zu bauen. Sie schätzten es, alle möglichen Geschäfte und Dienstleister gleich um die Ecke zu haben. Um die Anliegen in «MIT» zu unterstützen, spendete Wachter der Interessengemeinschaft an diesem Abend 3000 Euro.

Zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse und Steuerersparnis

Theo Bickel, seit 1996 Immobilien-Profi bei der VR-Bank, gab einen Einblick in die Fördermöglichkeiten bei Sanierungsmaßnahmen. Zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehören bei umfangreichen energetischen Sanierungen oder auch altersgerechten Umbauten ebenso dazu wie fünfprozentige Zuschüsse der KfW für Einzelmaßnahmen.

Dabei seien stets bestimmte Kriterien zu erfüllen und die Anträge müssten eingereicht werden, bevor mit baulichen Maßnahmen begonnen werde. Er informierte auch darüber, dass die Berechnungsgrundlagen der KfW ab dem 1.1.2010 verschärft würden. Nicht zuletzt verwies Bickel auf die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerkosten und regionale Förderprogramme, wie das der Stadt Marktoberdorf.

Der Architekt Klaus Kehrbaum machte deutlich, dass selbst ein einziges saniertes Objekt in einer Stadt wichtiger Impulsgeber für das ganze Viertel sein könne. Denn oft zögen die Nachbarn nach. Häuser stünden meist im öffentlichen Raum: Daraus erwachse auch eine Verpflichtung der Hausbesitzer gegenüber der Öffentlichkeit.

Dass in der Zeit der Finanzkrise das Interesse an Immobilien zugenommen hat, erläuterte der Leiter der VR-Bank-Niederlassung Marktoberdorf, Georg Völk. Bei zwei Frauen unter den Besuchern der Veranstaltung hat der Abend sein Ziel, Impulse zu geben, erreicht. Insbesondere die Finanzierungsmöglichkeiten hatten sie interessiert. Ein anderer Hausbestizer, der vor hat, in neue Fenster und eine Fassadendämmung zu investieren, will sich nun unbedingt individuell beraten lassen.

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