Je später der Abend

Von Stephan Schöttl
| Buchloe Dass die zweite Auflage der 'Langen Sommernacht' ein großer Erfolg werden könnte, ahnte Nico Stammel, Sprecher der Buchloer Einzelhändler, schon, bevor der offizielle Startschuss der Aktion gefallen war. 'Bislang fehlte noch der übliche Freitagsverkehr', sagte Stammel. Sprich: Bis zum späten Nachmittag war der Kundenstrom, der sonst vor einem Wochenende verzeichnet wird, noch nicht erreicht. Und Stammel sollte recht behalten.

Je später der Abend, desto reger wurde es in der Bahnhof-, der Hindenburg- und der Rotkreuzsstraße. Hunderte Besucher folgten der Einladung der 40 teilnehmenden Einzelhändler und nutzten die Möglichkeit, einmal bis 22 Uhr einzukaufen. Zu erkennen waren die Geschäfte an riesigen balinesischen Drachenfahnen. Das Symbol der 'Langen Sommernacht'. Rabatte und verlockende Angebote hatten sich die Geschäftsleute für diesen Abend ausgedacht. Auch das Rahmenprogramm, welches die Organisatoren zusammengestellt hatten, lockte die Massen. Künstler stellten ihre Gemälde aus, zeigten Skulpturen und boten ihre Waren an. Ridvan Aris etwa schnitze in Melonen stilvolle Muster. Der gelernte Koch brauchte dabei nicht einmal 15 Minuten für ein Exemplar. An einem anderen Stand gab es zum Beispiel Wissenswertes über die Entstehung karibischer Zigarren zu hören.

Die Junge Stadtkapelle ließ sich auf einem Anhänger durch die Straßen fahren und unterhielt ebenso wie der Fanfarenzug mit schmissigen Rhythmen, in der Hindenburgstraße trommelte eine Sambagruppe - Brasilianisches aus der Ostallgäuer Heimat.

'Unsere Erwartungen wurden voll übertroffen. Die Resonanz war spitze', sagte Stammel, als vier Stunden später die Läden ihre Türen dicht gemacht hatten. Der größte Teil der Umsätze sei zwischen acht und neun Uhr gemacht worden. Es sei schön, zu sehen, dass solche Aktionen auch in einer Kleinstadt wie Buchloe machbar sind. 'Fast alle Einzelhändler beteiligen sich und die Leute kommen in Scharen. Das ist klasse', so Stammel weiter. Einer Neuauflage im kommenden Jahr stehe daher nichts im Wege.

Störender Durchgangsverkehr

Auch die Besucher waren angetan. Einzig der Durchgangsverkehr in der Bahnhofstraße störte den ein oder anderen Gast. Das, so Stammel, sei aber ganz bewusst so gewollt. 'Wir wollen, dass auch während der Aktion Leben in der Innenstadt ist', erklärte er. An eine vorübergehende Sperrung der Straße habe man zu keiner Zeit ernsthaft gedacht.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020