Hochsaison
«Je marinierter das Fleisch, desto zarter»

Marktoberdorf/Unterthingau Laue Sommerabende, Fußball-Weltmeisterschaft und Freizeit. Was fehlt in dieser Reihe? Richtig, das Grillen. Mit dem schönen Wetter hat auch wieder die Saison der Grillmeister begonnen. Doch wie bereitet man denn nun das beste Steak, Geflügel, Gemüse auf dem heißen Rost zu?

Monika Zeller weiß es. Die 38-Jährige aus Unterthingau ist als Verkäuferin in einer Metzgerei nicht nur Fleischexpertin, sondern auch Grillmeisterin. Mit ihrem Grillteam «Genussbruzzler» war sie jüngst beim Grill-Wettbewerb von Bayern 1 dabei und mit ihrem «Hähnchen in Teufelsbeize» erfolgreich (Rezept siehe Infokasten). Wer also, wenn nicht sie, weiß über das Grillen Bescheid?

Vernünftige Hitze aufbauen

Zu Beginn sollte man eine vernünftige Hitze aufbauen, rät Zeller. Dazu eigne sich Grillholz am Besten. «Anzünden und 20 bis 30 Minuten mit einem Föhn oder einer Luftpumpe pusten», erklärt Zeller. Wenn weiße Asche entstanden ist, sei der Grill bereit. Die richtige Temperatur für das Grillgut liege bei etwa 250 bis 300 Grad.

Das Fleisch, Geflügel oder Gemüse sollte dann aber nicht einfach so auf den Grill, sondern unbedingt vorher mariniert werden, rät Zeller. «So bleibt es saftig und trocknet nicht aus.» Eine Marinade mit Öl und Kräutern ist Zellers Meinung nach am Besten. «Je marinierter, desto zarter», lautet ihr Motto. Das Grillgut wird darin eine Nacht eingelegt. Um trockenes Grillfleisch oder -gemüse zu vermeiden, verwendet die Unterthingauer Expertin auch keine Gabel, sondern eine Zange. «Durch das ständige Hineinstechen tritt der Saft aus und das Fleisch wird immer trockener», sagt Zeller.

Gemüse erst spät salzen

Um zu verhindern, dass Öl ins Feuer tropft und krebserregende Stoffe freisetzt, empfiehlt Monika Zeller, das Fleisch abzutupfen und die verwendung von Grillschalen. Die würden nebenbei auch dafür sorgen, dass der Grill nicht zu schmutzig wird. Trotzdem ist die Pflege des Rosts angeraten: «Mein Tipp: Den Rost über Nacht in nasses Zeitungspapier einlegen und am nächsten Tag einfach mit einem Tuch reinigen», sagt Zeller.

Bei Grillgemüse solle man erst am Ende salzen, denn sonst entzieht das Salz dem Gemüse die Feuchtigkeit. Wer gern Spieße macht, für den hat Zeller einen weiteren Rat: «Alle Stücke sollten etwa gleich groß sein und einen kleinen Abstand zueinander haben. Nur dann ist alles gleich gut durch.

» Für das richtige Aroma empfiehlt die Expertin, einen Thymian- oder Rosmarinzweig an den Rand des Grills zu legen. Wer jedoch nun denkt, man könne nur Fleisch und Gemüse grillen, der irrt. «Es lassen sich auch tolle Nachspeisen auf dem Grill zubereiten», meint Zeller. Ananas mit einem Hauch Curry, Banane mit Honig oder Fruchtspieße mit Ahornsirup verfeinert beispielsweise. Die wichtigsten Tipps von Grillmeisterin Monika Zeller kommen allerdings zum Schluss: «Man muss sich Zeit nehmen beim Grillen. Und sollte es im Idealfall mit Freunden machen. Das bereitet am meisten Spaß.» (bs)

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