Wochenende
Jazzfrühling: Ab 28. April ist Kempten wieder jazzverrückt

Wenn Bands tagsüber an allen Ecken der Fußgängerzone spielen und abends in beinahe jedem Lokal Konzerte stattfinden, ist Jazzfrühling in Kempten.

Mitorganisator Hansjürg Hensler über das Jazz-Festival: 'Das Besondere am Jazzfrühling ist, dass sich ausschließlich Ehrenamtliche mit der Organisation befassen. Wir sind alle keine Profis – wir haben aus unseren Erfahrungen gelernt.'
Als Vorstandsvorsitzender des Kleinkunstvereins Klecks e. V., dem offiziellen Veranstalter des Festivals, beginnt die Organisation des Musikevents noch während der Vorjahresveranstaltung. 'Das Schönste am Jazzfrühling ist aber die musikalische Brillanz, die jede noch so kleine Jazzband mitbringt. Wenn dann jeder im Takt mitwippt, das Wetter schön ist und alle gute Laune haben, dann hat der Jazzfrühling seinen Zweck erfüllt', schildert Hensler die Atmosphäre des Festivals.
Jährlich kommen ungefähr vier- bis fünftausend Besucher nach Kempten, um das musikalische Großereignis zu erleben. Das bedeutet viel Arbeit für Hansjürg Hensler und seine Frau im Vorverkaufsbüro in der Vogtstraße. Seine Frau sei die Seele des Festivals, sagt Hensler. Denn in dem kleinen Büro berät das Ehepaar jeden Kartenkäufer individuell.

'In unseren Räumlichkeiten spielen wir jedem, der sich nicht sicher ist, welches Konzert ihm gefallen könnte, die CD des Künstlers oder der Band vor. Dann kann er sich besser entscheiden.' In einem ausgelagerten Kartenvorverkauf könnten die Henslers diesen Service nicht bieten.

Die familiäre Atmosphäre gefällt auch den Künstlern. Die Jazz-Musiker kommen daher immer wieder gerne nach Kempten. 'Einmal ist der glasknochenkranke Michel Petrucciani, ein französischer Jazzpianist, wegen eines gebrochenen Fingers ausgefallen. Ein anderer Künstler, Gerry Mulligan, hat von diesem Vorfall gehört. Weil er schon im Vorjahr bei uns aufgetreten war und es ihm bei uns so gut gefallen hat, ist er kurzfristig für Petrucciani eingesprungen', schildert Hensler zufrieden den Vorfall, der beinahe das gesamte Konzert in Gefahr gebracht hätte.
90 Konzerte auf neun Tage verteilt: Den 69-jährigen Mitorganisator scheint das nicht zu stressen. 'Ich wäre eher enttäuscht, wenn es keinen 29. und 30. Jazzfrühling geben würde', gesteht Hensler. Hansjürg Hensler ist bereit und Kempten auch: bereit für den musikalischen Ausnahmezustand.

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