Jakobwiese
Jakobwiese: Anwohner in vielen Punkten skeptisch

Unterschriften wurden gesammelt, ein Forderungskatalog ging an Stadträte und Verwaltung. Bürger im Umgriff der Jakobwiese kritisierten Ende Oktober in einer gut besuchten Bürgerinformation die Planung für den nächsten Bauabschnitt an der Alfred-Weitnauer-Straße. Themen wie die Höhe der künftigen Gebäude, Verkehrsführung und Spielgelegenheiten haben die Stadtplaner daraufhin im jetzigen Entwurf des Bebauungsplans neu bewertet. Der Bauausschuss stimmte der Vorlage zu, der Stadtrat berät darüber morgen erneut.

Um die Massivität der Punkthäuser zu vermindern, schlagen die Anwohner vor, jeweils ein Geschoss zu streichen. Laut Antje Schlüter, Leiterin des Stadtplanungsamts, werden die Sichtbeziehungen aus den Kathan-Häusern durch zwei fünfgeschossige Gebäude gegenüber dem rechtskräftigen Bebauungsplan zwar eingeschränkt, wegen der großen Entfernung allerdings nur gering. Die Sicht nach Süden und Südosten werde indes durch die aufgelockertere Bebauung verbessert. Die übrigen Punkthäuser blieben unterhalb der bislang zulässigen Höhen.

Parkplätze Die Zahl der Parkplätze reicht nach Darstellung der Anwohner nicht aus. Auch die Spielstraße gegenüber dem Wohnhof sei ständig zugestellt. Ein höherer Stellplatzschlüssel für die Punkthäuser wird gefordert. Pro Wohneinheit seien 1,25 Stellplätze vorgesehen, sagte Schlüter dazu.

Dies sei für den Geschosswohnungsbau angemessen. Im Straßenraum sollen neben den Parkplätzen auf der Ostseite auch entlang der Westseite noch zusätzliche Längsparker errichtet werden. Besucherstellplätze würden in der notwendigen Anzahl nachgewiesen.

Verkehr Weder in der 30er-Zone noch in der Spielstraße würden die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten, machen die Anwohner geltend. Der Durchgangsverkehr nehme ständig zu. Eine zusätzliche Erschließung des Baugebiets könne Haubensteigweg und Alfred-Weitnauer-Straße entlasten.

Die Alfred-Weitnauer-Straße in dem Bereich als verkehrsberuhigten Bereich auszubauen, sei rechtlich nicht möglich, betonte Schlüter. Drei Fahrbahnverengungen in der Tempo-30-Verbindung seien aber vorgesehen. Zusammen mit einer Veränderung der Verkehrsführung im Bereich des Quartiersplatzes sollen Raser ausgebremst werden. Eine zusätzliche Stichstraße vom Aybühlweg aus sei dagegen nicht vorstellbar.

Spielflächen Dass ihr Bolzplatz wegen der Neubauten wegfallen soll, macht viele Kinder auf der Jakobwiese traurig. Die Wiese beim TVK sei in einem unbrauchbaren Zustand und für die Kleineren bereits zu weit entfernt. Die Sozialbau überlege bereits, einen möglichen neuen Standort südlich des Wohnhofs zu schaffen, erläuterte die Amtsleiterin. Allerdings stelle dies nur eine befristete Lösung dar. Die Spielmöglichkeiten insgesamt bewertet die Verwaltung im Gebiet als sehr gut.

Energieversorgung Einen Anschluss ans Fernwärmenetz strebt die Sozialbau an, notfalls unterstützt durch ein Blockheizkraftwerk. Sollte dies nicht funktionieren, werde eine autarke Versorung durch Erdwärme oder ein Blockheizkraftwerk favorisiert.

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