Ruderatshofen
Ja zu Pfad durch Jungviehweiden

Die Anträge von Ingeborg Schmid aus Apfeltrang zur «Wiedererweckung» mehrerer alter Fußwege standen im Mittelpunkt der jüngsten Ruderatshofener Gemeinderatssitzung. Ohne darüber abzustimmen, befürworteten die Räte die Vorschläge der Antragstellerin. Bürgermeister Johann Stich wird die notwendigen Besprechungen vereinbaren.

Die Antragstellerin bat um die Erstellung eines Fuß- oder Wanderweges, der es ermögliche, das Naherholungsgebiet oberhalb der Apfeltranger Steige zu erreichen. Denn es sei unzumutbar, auf der viel befahrenen Straße nach Wenglingen zu gehen. Sie schlug vor, bei der Alm zwei Fußgängerdurchgänge in die Umzäunung der Weiden zu machen.

Nach Aussage des Bürgermeisters besteht ein Weg bis zu den Weiden an der Bergmangalpe. Auch nach den Weiden bestehe noch ein Pfad, der am Steinbruch vorbei zum Weg von Leichertshofen führe. Doch sei dieser in natura kaum mehr zu erkennen. Zudem habe es früher den sogenannten Hohlweg gegeben, auf dem man nach Wenglingen laufen konnte: Dieser Weg sei weiterhin offen, solange kein Vieh auf den Weiden sei.

Auch wenn die Weidegenossenschaft keinen Durchgang wolle, so Stich, gelte nach der bayerischen Verfassung für jedermann ein «Betretungsrecht» von Wald und Weide. Nach längerer Diskussion - auch über Haftungsfragen - befürworteten die Räte einen Durchgang durch die Jungviehweiden. Bürgermeister Stich will nun mit der Weidegenossen ein Treffen vereinbaren.

Keine Änderung bei Windenergie

Auch der zweite Antrag, eine Verbindung vom rechten Apfeltranger Löschteich zur Hecke durch ein landwirtschaftlich ungenutztes Feuchtgebiet zu schaffen, wurde von den Räten positiv aufgenommen.

Mit den betroffenen Grundstücksbesitzern soll nun geklärt werden, ob in Eigenarbeit ein Fußweg gebaut oder ob der Weg als öffentlicher Feld- und Waldweg auch mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahrbar sein soll. Die Gehweg-Engstelle am Anwesen Sepp ist allgemein bekannt, hob Stich anschließend hervor. Er ist bereit, mit dem Eigentümer zu sprechen, ob und wie eine Verbesserung erreicht werden könnte.

Nach Aussage des Bürgermeisters überprüft der Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands erneut die Möglichkeiten zur Nutzung der Windenergie. Für Ruderatshofen ist im Regionalplan Energieversorgung, Nutzung der Windkraft, bisher keine Fläche zum Bau solcher Anlagen ausgewiesen.

Da die einzige nach dem Windatlas relevante Fläche der Gemeinde in der Einflugschneise des Kaufbeurer Bundeswehrflughafens liegt, sind sich die Räte einig, dass der bisherige Eintrag im Regionalplan nicht geändert werden soll.

Anschließend wurden im Rat noch ein weiteres Thema behandelt: Nachdem es erneut fast einen Zusammenstoß eines Zuges mit einem Lkw in Ruderatshofen gegeben hat, wird am 10. September um 10 Uhr eine «Bahnübergangsschau» stattfinden, so Bürgermeister Stich.

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