Ja so warns, die alten Rittersleut

Von albert guggemos
| Eisenberg-Zell Es war ein mächtiger Tross mittelalterlich gekleideter Edelleute, der nach dem lautstarken Salut durch die Eisenberger Böllerschützen feierlich in die Burgruine Hohenfreyberg einzog. Mit der Begrüßung durch Kaiser Maximilian I. und Burgenforscher Dr. Joachim Zeune war es soweit: Das Burgfest war bei idealen Temperaturen und weiß-blauem Himmel eröffnet.

Bunte Zelte mit altertümlich gekleideten Handwerkern und Marktleuten kündigten am Samstag schon am Aufstieg das außergewöhnliche Treiben an. Im Vorhof der Burg eröffnete nun die Musikgruppe «Heidenlärm», eigens aus Berlin angereist, mit ihren historischen Instrumenten und passender Gewandung den Reigen der Aufführungen.

Nun herrschte an allen Ecken und Enden der gotischen Ruine reges Treiben, denn überall wurde Unterhaltung, aber auch Lehrreiches geboten. So trug Kerstin Pleier den vielen Zuhörern als Sagenfee schöne und schauerliche Geschichten vor, luden die «Zeller Ritter» die Besucher ein, Zielvermögen und Kampf-Talent bei verschiedenen Spielen zu erproben.

Bei Burgführungen mit Archäologe und Burgenforscher Dr. Zeune sowie Inge Renner konnten Interessierte aus kompetentem Mund Details über die Baugeschichte der Burg und die Adeligen von Freyberg erfahren. Besonderes Interesse fanden die Aufführungen der dritten Klasse der «von-Freyberg-Schule». Die Kinder führten in der Vorburg das Stück «Friedrich von Freyberg» auf, das sie unter Zeunes Regie einstudiert hatten. Der Sohn des Eisenberger Burgherrn, Friedrich von Freyberg, und sein Spielkamerad Hilpold von Schwangau, ließen die Zeit der Erbauung vor fast 600 Jahren lebendig werden. Wie die Kinder der Adeligen damals spielten - das erklärte Zeune anschaulich.

So ging der Nachmittag mit Aufführungen, musikalischen Darbietungen, Schaukämpfen und Waffenschauen wie im Flug vorüber.

Beim abendlichen Lagerleben folgte mit Zauberern, Musik und großer Feuershow beste Unterhaltung.

Für die Verpflegung während des Spektakels sorgte der Touristikverein Eisenberg unter Manfred Kössel, der auch für die aufwändige Organisation zuständig war. Am Sonntag jedoch machte das wechselhafte Wetter mit seinen zahlreichen Schauern den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung: Das Burgfest wurde komplett abgesagt.

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