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Islamist Erhan A. aus Kempten sagt: Ich bin in Syrien

Lebenszeichen des im vergangenen Oktober ausgewiesenen Kemptener Islamisten Erhan A.: Wie er der Allgäuer Zeitung berichtete, ist er inzwischen in Syrien. Damit haben sich Vermutungen von Mai bestätigt, er werde ins Kriegsgebiet ausreisen.

Inzwischen liegt auch ein Foto vor, das Erhan A. auf einer Straße in Syrien zeigen soll, im Hintergrund ist ein Geschäft mit arabischem Namen zu sehen. Die Allgäuer Zeitung hat gestern erstmals wieder Kontakt mit dem 22-Jährigen herstellen können, zu dem genauen Aufenthaltsort wollte er sich zunächst nicht äußern. Nur so viel: Er "chille" in Syrien. Auf dem Bild trägt er ein T-Shirt mit Tarnflecken.

Erhan A. war im Oktober vergangenen Jahres ausgewiesen worden, zuvor hatten ihn Polizei und Verfassungsschutz eineinhalb Jahre beobachtet. Der Kemptener ist mit Kämpfern verschiedener Terrorgruppen und Milizen in Syrien bekannt, bei welcher Gruppierung er sich derzeit aufhält, dazu liegen derzeit keine belastbaren Informationen vor.

Update:

Bei Bekannten und Angehörigen hat sich der 22-Jährige gestern ebenfalls zurückgemeldet. Generell allerdings sind Schilderungen aus dem Kriegsgebiet mit Vorsicht zu behandeln. Denn die Grenze zwischen der Türkei und Syrien ist löchrig. Türken aus Kempten berichteten schon in der Vergangenheit, dass Kämpfer zwischen beiden Ländern pendeln. Möglich ist also auch, dass Erhan A. nur vorübergehend die Grenze überquert hat. Eine Überwachung hatte nach der Ausweisung nicht mehr stattgefunden.

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