Marktoberdorf
Interesse noch gering

Beim Volksentscheid zum Nichtraucherschutz sind am Sonntag, 4. Juli, in der Stadt Marktoberdorf 13659 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Davon haben mittlerweile 961 Bürger die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. «Das ist im Vergleich zu der letzten Bundestags- und Landtagswahl eher wenig», berichtet Florian Budschied von der Stadtverwaltung. Er geht deshalb von einer Wahlbeteiligung unter 50 Prozent aus. Das bis dato geringe Interesse am Volksentscheid könnte laut Budschied an der Vernachlässigung der Öffentlichkeitsarbeit liegen. Weder Befürworter noch Gegner des Volksentscheids hätten einen Infostand in Marktoberdorf angemeldet.

Auf Landkreisebene haben einige Parteien und Organisationen für die noch unentschlossenen Wähler jetzt immerhin Empfehlungen ausgesprochen: SPD, Bündnis90/Die Grünen, Freie Wähler, ÖDP, Kreisverband von Bund Naturschutz und die Mobilfunkinitiativen Ostallgäuwerben für ein «Ja» auf dem Stimmzettel und damit für einen ausnahmslosen Nichtraucherschutz. Nach ihrem Willen soll in Zukunft auch die Luft in Festzelten sowie in der gesamten bayerischen Gastronomie wieder frei von Nikotin bleiben.

Für die lokalen Speiserestaurants ist der Ausgang des Volksentscheids nicht von existenzieller Bedeutung.

Der Besitzer des Hotel-Gasthofes Hirsch in Marktoberdorf, Ludwig Blochum, hat mit dem momentan geltenden Gesetz keine Probleme: Wir sind froh, dass unser Speisesaal ein reiner Nichtraucherbereich ist.» Geraucht werden darf aber auch: «Dafür haben wir unseren Garten.»

«Jede Entscheidung recht»

Die gleiche Meinung vertritt sein Kollege Thomas Burger, Juniorchef des gleichnamigen Gasthofs in Marktoberdorf: «Wir sind eine Mehrraum-Gaststätte und vom Volksentscheid somit nicht unmittelbar betroffen.» Das momentan eingerichtete Raucherstüble würde bei einem Erfolg des Volksentscheids wieder zu einem Speiseraum ohne Rauchen umfunktioniert. Burger blickt dem Wahltag deshalb gelassen entgegen: «Wir können mit jeder Entscheidung leben.» (tjb)

Wahltag: Am Sonntag, 4. Juli, kann in den Wahllokalen von 8 bis 18 Uhr abgesitmmt werden.

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