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Integrierte Leitstelle Allgäu mit Festakt eingeweiht

Mit schrillem Läuten erklingt an diesem Montagabend der eingehende Anruf in der Integrierten Leitstelle Allgäu. Der Leitstellendisponent, der hinter fünf Computer-Bildschirmen sitzt, nimmt den Notruf mit einem Fingerdruck auf den Touchscreen-Monitor entgegen. «In Kempten brennt ein Haus in der Rottachstraße 2», ertönt es am anderen Ende der Leitung. «Sind noch Personen in der Wohnung?», fragt der Disponent «Nein, ich glaube nicht», antwortet der nervöse Anrufer.

Szenenwechsel: In der Fahrzeughalle der Kemptener Feuerwehr geht die Alarmsirene los. Das Funkgerät knackt und eine Stimme ertönt: «Achtung! Achtung! Hier spricht Gerhard Eck. Alarm für alle Feuerwehrkräfte. Ein Brand in der Rottachstraße 2. Hiermit erkläre ich die Integrierte Leitstelle Allgäu für eröffnet». Sieben Feuerwehrmänner stürmen schließlich in die Fahrzeughalle, um auszurücken. In der befinden sich am Montag jedoch keine Einsatzwagen, sondern etwa 300 geladene Gäste, die die Szene vergnügt beobachten.

Nach einem Jahr erfolgreichem Probebetrieb ist die neue Integrierte Leitstelle (siehe Infokasten) mit dem Festakt am Montag nun offiziell eingeweiht worden. Mit seinem persönlichen Einsatz am Funkgerät nahm Gerhard Eck, Bayerischer Innenstaatssekretär, die Leitstelle symbolisch in Betrieb.

Neben ihm nahmen auch Kemptens Oberbürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Fewerwehralarmierung (ZRF) Allgäu Dr. Ulrich Netzer, die Landräte Gebhard Kaiser (Oberallgäu) und Elmar Stegmann (Lindau) sowie der stellvertretende Landrat Hubert Endhardt (Ostallgäu) am Festakt teil. Neben der Festrede von Eck und der musikalischen Untermalung durch das Polizeiorchester Bayern segneten die evangelische Pfarrerin Annegret Pfirsch und der katholische Diakon Ralf Eger Leitstelle und Mitarbeiter.

«Wir haben viel gelernt in den vergangenen 15 Monaten und lernen täglich weiter dazu», resümiert Marco Arhelger, Leiter der ILS. «Das Jahr 2010 war ein reines Arbeitsjahr», blickt auch Wolfgang Klaus, Geschäftsleiter des ZRF zurück. Heuer gehe es um die Stabilisierung.

«Besonders für die einheitliche Telefonnummer 112 werden wir viel Werbung machen», sagt Klaus. «Denn die 19222 kann man spätestens jetzt getrost vergessen.»

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